Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515511
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Clcmälzlce 
linken Arm stützt er auf ein Gesims und legt die Rechte 
auf den vordern Theil desselben. Die gescheitelten Haare 
fallen zu den Seiten auf die Schultern und werden von ei- 
nem schwarzen Barett bedeckt; auch der enganliegende 
Rock mit weiten Ermeln ist von derselben Farbe. Den 
Grund bildet etwas Landschaft, in welcher einige I-läuser 
und Bänme. Das schön behandelte, jetzt aber etwas über- 
malte Bild erinnert an die Behandlnngsweise des Leonardo 
da Vinci. Es befindet sich im PCITiSCT llluseum. Siehe 
I. S. 120. 
Knpferstiche: Nicolaus Edelivzck N. 11, Gegenseite, 
fürs Cabinet Crozat. kl. fol.  D. Esquivel fürs Musee Na- 
poleon. fol.  Landon N. 319. 
Heilige Familie aus dem 
Auf Holz. Hoch 4' br. 3' 
Canigiani. 
Maria sitzt auf einem Wiesengund, hält in der Lin- 
ken ein Biichelchen und mit der Rechten das auf ihrem 
Knie sitzende Christkind; dieses empfängt von dem ihm ge- 
genüber im Schoos der h. Elisabeth stehenden kleinen Jo- 
hannes einen Pergamentstreifen mit dem „Ecce Agnus Dei", 
und scheint sich mit ihm darüber zu unterhalten. Die hin- 
gekniete Elisabeth sieht aufwärts nach dem mit ihr spre- 
chenden Jbseph, der auf seinen Stab gestütit der Gruppe 
eine regelmässige Pyramidalform gibt. Den Hintergrund 
bildet eine anlnuthige Landschaft und eine Stadt. Oben in 
den Wolken befanden sich ehedem immer drei Engelkna- 
ben auf jeder Seite, die nur mit den Köpfen oder bis un- 
ter die Arme aus ihnen hervorsahen, und milderten s0 das 
Strenge der Hauptgruppe. Siehe l S. 115. Iliusichtlich 
der Behandlungsart des Bildes, so nähert sie sich schon 
derjenigen der Grablegung im Palast Borghese, besonders 
hat die Kopfbildung der Maria Ähnlichkeit mit denen der 
Frauen in besagtem Gemälde. Auch der Styl der Gewänder 
und die Zeichnung der Extremitäten deutet auf jene Epoche, 
nämlich aufs Jahr 1506; ehedem soll sich diese Jahrszahl 
auch im Kleidersaum an der Brust der Maria befunden haben.
        

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