Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515484
TON, 
1504 
bis 
1508. 
65 
1760: „Das Bildniss BafaePs im Hause Albani ist auf die 
Mauer gemalt, mit einem Spiegelglas bedeckt und mit einem 
hohen sich aufschliessenden Rahmen versehen." Siehe Lettere 
pittoriche N. CLXXXlll. p. 429 und N. CLXXXIV. 
Keiner von alle den Kunstliebhabern, die seitdem in Ur- 
bino waren, konnte über das Bild etwas in Erfahrung brins 
gen. Pungileoni p. 251 scheint an der Echtheit der Angabe 
zu zweifeln, setzt aber lakonisch hinzu, es sei die Beute der 
Cisalpiner geworden, und er wisse nicht, wo es sich nun be- 
finde. Der alte Custode des Palastes, den ich darum be- 
fragte, erinnerte sich nicht im geringsten, dass je ein anderes 
gemaltes Portrait RafaePs sich im Palast Albani befunden habe, 
als die oben erwähnte Copie. Aus diesen Notizen scheint her- 
vorzugehen, dass sich Crespi geirrt und das unter Glas be- 
findliche Olbild für eine Wandmalerei hielt. Dieses Bilduiss 
ist wahrscheinlich auch dasjenige, welches in Michel Dolci's 
"Distinto ragguaglio delle pitture che si trovano in Urbino" 
erwähnt wird. 
Die 
drei 
Grazien. 
Auf Holz. 
Quadrat. 
7 Zoll im 
Die drei Charitinnexi sind nach antiker Art zusammen- 
gruppirt: Die in der Mitte stehende ist von hinten gese- 
hen, legt ihre linke Hand auf die Schulter der auf dieser 
Seite bei ihr stehenden Grazie, die zum Theil mit einem 
Gewand bedeckt ist, und wendet den Kopf nach einer gold- 
nen Kugel, welche sie in der Rechten hält. Die Grazien 
zu den Seiten sind von vorn gesehen und halten gleich- 
falls jede eine goldne Kugel in der einen Hand, während 
sie die andere auf die Schulter einer ihrer Gespielinnen le- 
gen. Korallensehniire schmücken die Haare der beiden 
Grazien links, die zur Rechten hat ein solches Halsband. 
Den Grund bildet eine hügelige LaHdSCllßfi- Die Zeich- 
nung des Nackten ist schön und voll, die Behandlungsweise 
in der Art der Bilder RafaeYs aus dem Jahr 1596, (13116? 
es wahrscheinlich wird, dass er diese Grazien für einen sei- 
ner gelehrten Freunde in Urbino nach einer Zeichnung 
malte, welche er nach der antiken Gruppe in der Libre- 
ria des Doms zu Siena gemacht hatte, und die sich jetzt 
in der Sammlung der Vcvactimaisclaen Akadergie befindet, 
II.
        

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