Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515465
00H 
bis 
1508. 
63 
schönen Portraites im Besitz des Grafen ßäzardi zu Ber- 
gamo gegeben, in welchem man den Erbprinzen von Urbino 
von Iiafaefs Hand zu erkennen glaubt. Es stellt einen ed- 
len Jüngling dar, der links gewendet fast vom Rücken ge- 
sehen ist und den Kopf nach ausseu, nach der linken Schul- 
ter dreht. In der Linken hält er den Griff eines Schwer- 
tes. Den weiten, rothen Ermel bedeckt ein mit Silber- 
tressen besetzter schwarzer Mantel. Den Grund bildet eine 
blaue Luft. Es ist ein köstliches Bild, das mit mehr Recht 
ehedem in der Familie Suardi für ein Werk des Giorgione 
galt. Wahrscheinlich stellt es einen ihrer Vorfahren dar, 
denn mit dem Erbprinzen von Urbino hat es zum wenig- 
sten nicht die geringste Ähnlichkeit, wie sein Portrait in 
der Schule von Athen beweist; seine spätem Bildnisse zei- 
gen eine starke, etwas gebogene Nase, "unser Portrait eine 
kleine, von etwas aufgeworfener Form. Es ist zu bedauern, 
dass das herrliche Bild stark verwaschen wurde. 
Rafaelas 
Portrait 
VOII 
sich 
selbst. 
Auf Holz. 
Hoch 
1811 
IQVI 
Im Alter von 23 Jahren. Brustbild ohne Hände. Rechts 
gewendet, in drei Viertel gesehen. Auf schlankem Hals 
richtet sich der Kopf etwas empor und ist mit einem schwar- 
zen Barett bedeckt. Die vollen kastanienbrauneil Haare 
fallen leicht gekrümmt auf den Nacken; über dem einfachen, 
knapp anliegenden, schwarzen Kleid ragt ein schmaler Hemd- 
saum hervor. In Ausdruck tiefer Schwermuth eines edeln, 
jugendlichen Gemüths, blickt er treu nach dem Beschauer 
und mit einer Anmuth in dem Munde, die entzückend ist. 
Die Gesichtsfarbe ist etwas blass, die Augen braun, die 
Nase fein und leicht gebogen, der Mund von jugendlicher 
"Fülle, das Kinn rundlich und etwas lang. Der Grund hat 
einen grünlich-grauen Ton. Rafael scheint im Jahr 1506 
dieses Bild als Andenken seinen Verwandten in der Vater- 
stadt zurückgelassen zu haben; zum wenigsten befand es 
sich daselbst, bis es in die unter Sixtns V durch Federieo 
Zuccheri im Jahr 1588 eröffnete Akademie S. Luca nach
        

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