Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515424
(ION 
1504 
bis 
1508. 
59 
mer und hält das Christkind auf "ihrem rechten Knie. Die- 
ses reicht mit seinem rechten Armchen nach der Mutter 
Brust, ulgl wendet den Kopf links nach dem bei ihm stehenden 
Joseph, der sich mit aufeinander gelegten Händen auf ei- 
nen Stab stützt. Er hat einen Portrait ähnlichen Kopf ohne 
Bart und sieht etwas verdrüsslich aus. Rechts sieht man 
durch ein gewölbtes Fenster etwas Landschaft. Dem Cha- 
rakter der Zeichnung nach fällt die Entstehung des Bild- 
chens in's Jahr 15Oß,'iiiid dürfte eins jener zwei kleinen 
Madonnenbilder sein, welche Rafael in seiner Florentiner 
Manier, wie Vasari berichtet, damals für den Herzog von 
Urbino ausführte. Es befand sich früherhin im Hause An- 
gouleme, und wurde, da es sehr stark übermalt war, für 
geringen Preis an einen Herrn Barroi verkauft. Der Ma- 
ler Vandine wusste es gut zu reinigen und herzustellen; 
in dieser erneuerten Gestalt kam es in die Sammlung Cro- 
zat, und von da in die G-allerie der Ervnitugc zu S. Pe- 
tersburg. 
Kupferstiche: Jaques Chereau N. 30 firs 
Crozat. fol. von der Gegenseite.  W Ketierlevlizcs. 
N. 1 für die Gallerie de L'Hermitage.  
Cabinet 
k]. fol. 
Die 
kleine 
Madonna 
3.115 
der 
Gallerie 
Orläans. 
Auf Holz. 
Hoch 
11H 
Kniestiiek. Maria rechts gewendet, fast im Profil ge- 
sehen, sitzt auf einer Bank und hält mit der Linken das 
Christkind, welches im Begriff sich aufzurichten den Klei- 
dersaum an der Brustvder Mutter erfasst. Es sieht ernst 
aus dem Bilde, während die h. Jungfrau es liebreich be- 
trachtet. Den Hintergrund bildet eine Zimmerwand mit ei- 
nem Bänkchen, auf der einige Gefässe stehen, links hängt 
ein grauröthlicher Vorhang. Die Färbung ist lebhaft und 
klar, die Erhaltung befriedigend, da nur am blauen Man- 
tel und am vordem Bein des Kindes etwas zu stark gewaschen 
wurde. Es ist in RafaePs zweiter, oder Florentiner Manier
        

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