Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521441
Allegorien. 
661 
77. Die Tugenden. Die drei theologischen Tfugenden; 
Glaube, Liebe, Hoffnung, und die vier Cardinaltugenden; 
Stärke, ÄMässignng, Vorsicht, Gerechtigkeit. Sieben ein- 
zelne Figuren, in Nischen stehend. 
Gest. von Jllarc Antonio. B. XIV N. 386--392, wo 
auch die Angabe einiger Copien. 
78. Der Friede. Eine weibliche bekleidete Figur, welche 
die linke Hand auf die Brust hält und mit der rechten 
die Hand eines kleinen Genius fasst, der ihr einen Öl- 
zweig darreicht.  
Gest. von Jlfarc Antonio. B. N. 393.  Cop. A. verschie- 
den in den fliegenden Haaren.  Cop. B. Unten steht: RA. 
vn. INVEN. -Cop. C. Gering, L M bezeichnet.  Cop. D. 
von der Gegenseite.  WViederholnng von einem Anony- 
men, ohne den Baum hinter dem kleinen Genius. B. XIV 
N. 394.  Landon N. 183. 
Noch werden dem Rafael folgende allcgorische Darstel- 
lungen zugeschrieben: 
a) Die Stärke. Eine Weibliche Figur führt einen Löwen 
beim Zügel nach einem Feuer links. Den Hintergrund bildet 
eine felsige Landschaft. Die Composition und der Charakter 
der Zeichnung entsprechen ganz der Behandlungsweise des 
Giulio Romano. 
Gest. von Marco da Ravenna. B. XIV N. 395.  Lan- 
don N. 452. 
b) Die Vorsicht. Sie sitzt auf einem Löwen und hält 
in der Rechten einen runden Spiegel, in dem sie sich betrach- 
tet. Mit der Linken stiitzt sie sich auf einen Drachen. Die 
Composition zeigt wenig von RafaeYs Eigenthümlichkeit und 
und gehört wohl einem seiner Schüler an. Vielleicht dem Jlfarc 
Antonio selbst, der sie gestochen. B, XIV N. 371.  Copie 
von einem magern Grabstichel. 
c) Die Beständigkeit. Eine weibliche Figur mit tliee 
gendem Haar und Gewand hält sich mit beiden Händen an 
einer links stehenden Säule. , 
Gest. von einem Schüler des Marc Antonio. Hoch 5" 
 br. 2"   Copie von Hier. Hopfor. B. VIII p. 516. 
N. 38. 
d) Fortuna. Sie verspricht einem Jüngling ihn in der 
Liebe glücklich zu machen, wenn er muthig und unternehmend 
sein wolle. Fortune mit grossen Flügeln steht unter einem Por-
        

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