Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521350
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Alle Kupfersticlze. 
lich lässt sich zuweilen eine gewisse Magerkeit verspü- 
ren. Es scheint mir daher am wahrscheinlichsten, 
dass Michael Cocxie einige flüchtige Entwürfe Rafaefs 
für diese Darstellungen besessen, sie benutzt und viel 
von dem Seinen hinzugefügt hat. Die italienischen Ku- 
pferstecher, die sie gestochen, dürften dann auch noch 
das Ihrige dazu beigetragen haben, den niederländischen 
Vortrag in den Rafaelischen umzuwandeln. Wären ei- 
nige der Zeichnungen dieser Compositionen vorhanden, 
so dürfte es leicht fallen etwas Bestimmtes über deren 
Verfertiger anzugeben; aber von den 32 Blättern ist mir 
bis jetzt nicht ein einziger Entwurf zu Gesicht gekommen. 
Zwar Bottari in einer Note zum Leben Rafaefs von Va- 
sari gibt an, dass ums Jahr 1735 ein englischer Maler, 
Namens Carlo Jatris, acht Entwürfe dieser Compositio- 
nen in Florenz erstanden habe. Allein in England 
konnte ich nie etwas von solchen Zeichnungen in Erfah- 
rung bringen, so ist daselbst auch der angegebene Name 
gänzlich unbekannt. Wahrscheinlich verstand Bottari un- 
ter jenem Jatris einen Maler Charles Jervas  1740), 
der sich längere Zeit in Italien aufgehalten hatte und 
der nachher in London wegen seiner Windbeutelei zum 
allgemeinen Gespött wurde. Welche Glaubwürdigkeit 
nun jene Angabe des Bottari, der sich öfters hinterge- 
hen liess, verdient, bleibt eines jeden Ermessen über- 
lassen. 
Drei Blätter gest. von Agnstiveo Veneziano. B. XIV N. 235  
2381  20 Blätter vom Meister des Würfels B. XV p. 211. 
N. 39- 70.  Copien nach den Stichen von Agostino Ve- 
ueziano und dem Meister des Würfels gibt es wohl weit meh- 
rere, als Heinecke und Bartsch angegeben, indem bei genauer 
Betrachtung vorkommender Blätter manche Verschiedenheiten 
sind wahrgenommen worden; indessen müsste man dieselben 
in gehöriger Anzahl beisammen haben, um sie vergleichen und 
etwas näheres darüber angeben zu können.  Co pien gest. 
von Jaques Androuet du Cerceau Afck. et Graveur, Gegenseite 
31 Blätter, hart und schlecht verstanden, mit den Versen in 
italienischer Sprache.  Mit französischen Versen von Ldanard 
Gaultier, 34 Blätter mit dem Titel, L'Amour de Cupido et
        

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