Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521261
Heiligenbilzler. 
643 
der rechten Seite und ersticht 
Rechts im Grunde sitzt betend 
den Drachen mit 
die Königstochter. 
der 
Lanze. 
35. Die vier Heiligen. S0 nennt Bartsch ein Blatt, wo 
eine heilige Frau mit zwei Aposteln und einem jungen 
Manne im Gespräch steht. 
Nach einer Zeichnung RafaeYs von Rafael Sciamivzossi radirt. 
Gezeichnet R. V.  s. B. wen). B. XVll p. 233. N. 94. 
Von den vielen Heiligenbildern, welche dem Rafael 
öfters irrig zugeschrieben werden, beschränke ich mich hier 
noch folgende zu erwähnen: 
a) Johannes in der Wüste. Er sitzt auf einem Fels- 
stiick, aus dem links Quellwasser aus einer Röhre fliesst. Mit 
der Rechten hält er eine Schale, mit der Linken einen Stab mit 
einem Kreuz und einem Pergamentstreifcn, auf welchem die 
lnschrift: Parate viam Domini. Diese Composition ist eine 
Benutzung des Johannes in der Tribune zu Florenz. Gest. in 
der Manier des Giulio Bonasone. B. XV p. 27. N. 5. 
b) Die Apostel Petrus und Paulus. Zwei Blätter 
mit einzelnen Figuren von Michelangesker Haltung. Irrig dem 
Rafael zugeschrieben. J. B. de Cavalle-riis incid. 1571. gr. fol. 
Die zwei einzelnen Apostel, nach einer Zeichnung vom Gra- 
fen von Caylus gestochen, scheinen von der Erlindung eines 
Schülers 'von Rafael. Landen N. 290. 
c) Der h. Ludwig in Rüstung. Er steht links ge- 
wendet und hält in der Rechten eine Lanze; neben ihm liegt 
ein ovales Schild mit einem Kreuz und vier Lilien verziert. 
Gest. von Jlficlzel Lasne, gezeichnet: R. Vrb. pinx. M L'asne 
fe. cum priv. R. C.  Malboure ex. in aula Albretiaca pr. S. 
Hilarium. fol.  Derselbe Lasnc hat dieses Blatt nochmals ge- 
stochen, aber von der Gegenseite und mit der Abänderung, 
dass der Heilige sich mit der Rechten auf dHS Ovale Schild 
stützt. k]. fol.  In der Sammlung Neeld in London sah ich 
ein kleines Bild eines S. Georg von ganz ähnlicher Composi- 
tion und, wie es scheint, von Giorgione gemalt. Der Heilige 
hat hier eine Fahne in der Hand und den Lilldwllflll Zll den 
Füssen. Der Kopf ist nur {iüchtig angegeben, die Rüstung 
dagegen mit viel Studium nach dem Wirklichen gemalt. 
d) Die h. Barbara. Halbe Figur, im Profil gesehen, 
rechts gewendet. Sie hält einen Thurm vor sich. Wahrschein- 
41 l"
        

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