Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515388
DON 
1504 
bis 
1508. 
55 
finger liegt auf einer Brüstung; zwei Ringe schmücken sie.- 
Die Linke liegt auf dem rechten Vorderarm. Der Grund 
ist dunkel. Leider ist unser Bild sehr verwaschen, und 
wenn auch das Ganze sogleich als Bafaelisch anspricht, so 
sind es doch nur noch einzelne Theile, an denen der 
Meister mit Bestimmtheit erkannt werden kann. Dieses ist 
besonders bei den Händen der Fall, die sehr schön model- 
lirt und in Färbung und Behandlungsart mit spitzem aber 
vollem Pinsel in BafaePs damaliger Weise gemalt sind. 
Auch das weisse Zeug, welches schön verziert, oben an 
den Ermeln heraussieht, ist eben so behandelt, wie bei der 
Madalena Doni und bei einem andern, spätern weiblichen 
Portrait im. Palast Pitti. Wen unsere liebliche Gestalt dar- 
stellt und woher das Bild gekommen, darüber schweigen 
zuverlässige Nachrichten; denn die Angabe, dass, weil man 
früher in Florenz der Meinung war, es stelle die Mada- 
lena Doni vor, sie nun zum wenigsten ein anderes Glied 
der Familie Doni darstellen müsse, ermangelt allen Beweises. 
S. I S. 95. _ 
Gest. von D. Picchianti, Gegens. 
de" quadri dei Grau Duchi di Toscana. 
Reale Galleria di Firenze" presse Molini 
13 vol. in 8. 
fol. für die Raccolta 
 Im Umriss für die 
S: C. Firenze 1817. 
Die 
Anbetung 
der 
Hirten. 
Rafael in seinem Brief vom 5. September 1508 an 
Francesco Franoia in Bologna schrieb unter andern: „Ich 
sende euch indessen eine andere Zeichnung, nämlich die 
jenes Presepe, obgleich sehr verschieden, wie ihr sehen 
werdet, und in dessen grossem Lob ihr euch so sehr ge- 
fallen habt."  
Malvasia in seiner Felsiila pittrice, im Leben des F. 
Francia p. 44, erwähnt einer berühmten Rafaelischen An- 
betung der Hirten, von welcher Baldi schreibe, dass sie 
sich vor der Vertreibung des Gio. Benztiboglio im Jahr 
1506 bei demselben befunden habe. Siehe I. S. 96. 
Wohin das Bild gekommen, darüber Schweigen die
        

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