Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515370
54 
Gemälde 
ses aber dem jetzt regierenden Grossherzog von Toscana, Leo- 
pold II, vorgewiesen wurde, liess er die Bilder nochmals 
durch den französischen Maler Fahre untersuchen, und er- 
stand sie im Jahr 1826 um 5000 Scudi. Die Portraitc hat- 
ten damals allerdings durch unsägliche Sprünge im Firniss 
etwas von ihrem Ansehn verloren, sie bedurften daher ei- 
ner Auffrischung, welche dem Bilderhersteller Domenico 
del Potesta anvertraut wurde. Dieser feuchtete sie über- 
mässig mit Acqua di rasa an, musste daher zu seinem 
Schrecken bald bemerken, wie mit dem Firniss sich auch 
die Farben aufzulösen anfingen; an ein Putzen durfte 
nicht gedacht worden; was war zu thun? er lief zu Metz- 
ger, ihm seine Verlegenheit mittheilend. Dieser gab ihm 
nun ganz einfach den Rath (er stehe hier zur Belehrung 
für Solche, die sich in einem ähnlichen Fall befinden könn- 
ten), an der freien Luft die Auflösung wieder trocknen zu 
lassen und dann behutsam zu verfahren. S0 wurden die 
Portraite glücklich erhalten und bilden jetzt eine interes- 
sante Bereicherung der unvergleichlichen Gallerie im Pa- 
last Pitii. 
Beide Portraite sind" in Umriss gestochen von Gius. Rossi 
1828 für des Longhena Übersetzung des Quatremere de Quiney. 
Angele Doni lith. von Franco Piaraccini. fol, von der 
Gegenseite.  
Madalena Doni lith. von Francesco Pieruci. fol. von 
der Gegenseite.  Gest. von Zignani. fol. 
WVeibliches 
Bildniss 
in 
der 
Tribune 
ZU 
Florenz. 
Auf Holz. 
2 Palm 2". 
Hoch 3 Palm, br. 
Die junge Florentinerin ist etwas rechts gewendet; ihr 
gescheiteltes, auf den Nacken herabfallendes I-Iaar um- 
schlicsst ein braunes Netz mit gerändertem Band; eine über- 
aus Schön behandelte, goldene Kette mit einem Kreuzchen 
hängt um ihren Hals. An den gi-iinexi, braunroth besetzten 
Mieder sind weite lange Ermel von derselben Farbe mit 
rothbraunen Schleifen geheftet. Die weisse Schürze hat ein 
rothes Band. Die rechte Hand mit ausgestrecktem Zeige-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.