Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1520973
614 
Rafiwl 's 
Zeichnungen 
kunft zuriickbehielt, erwarb IIr. Crozat von jenes Erben. 
Sodann kaufte er einen Theil der Sammlung de la Nouä 
und die von Stella. Von dem Abbe Quesnel erstand er die 
Sammlung Dacquixl, wobei sich mehrere Blätter aus Vasa- 
ri's Buch befanden. P. Mignard hatte zwei Bände mit Zeich- 
nungen der Caracci von Rom nach Paris gebracht; auch 
diese wurden Crozafs Eigenthum. Aus den Sammlungen 
Bourdalouä, de Montarcis, de Piles und Girardou traf er eine 
Auswahl. Cornelius Vermeulen, ein niederländischer Kupfer- 
stecher, kam regelmässig alle Jahre nach Paris und brachte viele 
Zeichnungen der grossen Meister, die meist in die Samm- 
lung Crozat flossen; bei diesen waren die grossen Blätter 
von Rubens aus der Sammlung Anton Triest, Bischof von 
Gent. Mehreres erstand Crozat aus der Sammlung des 
Lords Sommers in London und aus der von van der Schel- 
ling in Amsterdam. Auf seiner Reise in Italien im Jahr 
1714 erwarb er das Cabinet aus dem Hause Boschi zu Bo- 
logna, welches früher dem Grafen lilalvasia gehörte. In 
Venedig kaufte er von Checkelsberg die Zeichnungen von 
Baroccio. In Rom die Sammlungen von Carlo degli Occhiali, 
Agostino Scilla, einem Sicilianischen Maler, und die des Ca- 
nonicus Vittora, eines Spaniers und Schülers des Carlo Ma- 
ratti. Die grösste und an Rafaelischenl Blättern reichste 
Sammlung war aber die, welche er in Urbino von den Viti, 
den Erben des Timoteo Viti, erstand. In Verona erhielt er 
die Sammlung Mozelli und die der Erben des Cardinal 
Santa Croce, der lange Zeit in Rom gelebt hatte. Von 
der Reise zurückgekehrt, erhielt er durch seine angeknüpften 
Verbindungen noch manchen schönen Beitrag. So liess er 
aus Rom die Sammlung Pio kommen; aus Venedig die Samm- 
lung Lazari; aus Perugia die des Cavaliere Ascagno della 
Penna; und aus Bologna die des Malers Lorenzo Pasinelli. 
Ausserdem Bossen ihm von allen Seiten Beiträge zu, die 
man besonders seinetwegen nach Paris zum Verkauf brachte. 
Der Herzog von Orleans, Regent, schenkte ihm die Zeich- 
nungen, welche er mit den Kunstwerken des Don Livio 
Odescalchi in Rom erstanden hatte. 
Nachfolgende Zeichnungen dürften sich jetzt wohl gröss-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.