Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1520914
608 
Zeichnungen Rafael 's 
det. Es dauerte indessen nicht lange, so verbreitete sich 
die Nachricht, wohin die Zeichnungen gekommen, und es 
lässt sich leicht die Wuth des italienischen Malers be- 
greifen, als er sich überlistet sah, und nun erlebte, was 
er so lange zu verhüten gesucht hatte: die Zeichnungen in 
den Händen seines gehassten Gegners zu wissen. Er hatte 
indessen alle Musse gehabt, Copien von den Rafaelischeu 
Zeichnungen zu machen, die er später an einen Engländer 
als Originale verkaufte. Da dieser aber durch einen Freund 
aufmerksam gemacht wurde, dass er dieselben Entwürfe bei 
Wicar in Rom gesehen habe, die sicher Original seien, 
reiste er dahin, verglich seine Erwerbung und entdeckte 
den Betrug. Der frühere Besitzer ward darauf genöthigt 
seine Copien zurückzunehmen. Dieses sei zur Warnung al- 
ler Liebhaber gesagt, denen Rafaelische Zeichnungen aus 
der Sammlung Fedi zum vKauf sollten angeboten werden. 
Da ich die Sammlung Wicar nur nach verschiede- 
nen darüber erhaltenen Nachrichten kenne, so kann ich für 
die Richtigkeit der Angaben nicht haften. Auch ist diesem 
Umstande das Ungenügende nachfolgenden Verzeichnisses 
derselben zuzuschreiben.  
495. Die Krönung des h. Nicolaus von 'l'0lentin0, 
Entwurf zu dem Altarblatt für die Augustinerkirche zu 
Citta di Castello. Die h. Jungfrau Maria und der h.' 
Augustin mit Gott Vater über ihnen. Unten der hei- 
lige Einsiedler, welcher den überwältigten Satan zu 
seinen Füssen hat und in der einen Hand ein Kreuz, 
in der andern ein Buch hält. Zuseiner Rechten steht 
ein Engel, der einen Pergamentstreifen hält. In schwar- 
zer Kreide gezeicllllßt- - Auf der Rückseite desselben 
"Blattes befinden sich noch verschiedene Studien zu 
Köpfen und Gewändern für dasselbe Gemälde; ferner 
einige Schwäne sorgfältig mit der Feder entworfen, 
und unten auf dem Blatt ein architektonisches Studium. 
496. Eini ge G ewan dstu dien zu demselben Bilde der 
Krönung des h. Nicolaus von 'l'0lentino. Auf der Rück- 
seite ein J o h an n e sk 0 p f in schwarzer Kreide; wahr-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.