Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1520700
in England. 
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zierlich mit der Feder gezeichnet. Der verstorbene W, 
Roscoe liess ein Facsimile dieses Blattes stechen, um es 
dem beabsichtigten Catalog der Manuscripte zu Holkham 
beizufügen. 
 Fünf Säulencapitäle, reich mit Blätterwerk verziert, - 
drei Säulentüsse nebst noch einem vierten, reichverzier- 
ten. Alle sind nur zur Hälfte aufgezeichnet. Sodann 
noch einige andere architektonische Ornamente, vier an- 
tike Weinkrüge (Amphoreil) und eine antike Schüssel. 
Federzeichnung. Bei jedem Gegenstande ist angegeben, 
dass das Original sich damals zu Padua befand. In je- 
ner Stadt konnte sie nun Rafael nicht gezeichnet haben, 
da. er dieselbe niemals besuchte; es ist daher anzuneh- 
men, dass sie Zeichnungen eines andern Künstlers nach- 
gebildet sind, welche Annahme durch die geregelte An- 
ordnung der einzelnen Gegenstände auch scheint bestätigt 
zu werden. Was nun die Schriftzüge anbelangt, so ist 
zu bemerken, dass, obgleich sie den wohlbekannten Ra- 
faelischen sehr nahe kommen, sie doch nicht völlig da- 
mit übereinstimmen, was vielleicht daher rühren kann, 
dass Rafael seine Handschrift in spätern Jahren in etwas 
änderte; denn die Behandlungsweise der Zeichnung ist 
ganz die unsers Meisters. Nach der gütigen Erlaubniss 
des Besitzers habe ich mir ein Facsimile dieses interes- 
santen Blattes genommen.  
"kc. Dreizehn reichverzierte antike Gebälke, in Profil und 
perspectivisch aufgezeichnet. Bei mehreren steht: an- 
ticho. Federzeichnung.  
i'd. Links auf dem Blatte verzierte Cassaturen, oder eine 
Deckeneintheilung, von grösseren Aßhtßßkßll 11m1 klei- 
neren Quadraten gebildet. Auf der Seitß rßclltS Sind 
drei auf Füssen stehende Vasen, gleich Springbrunnen, 
Unten noch einige architektonische Verzierungen. Erst 
mit schwarzer Kreide entworfen und dann mit der Fe- 
der ausgezeichnet; dieses Blatt ist nicht so sorgfältig, 
als die drei vorhergehenden behandelt, rührt aber von 
demselben Künstler her. Die Schrift ist fast erloschen. 
te. Zwanzig reichverzierte Säuleniiisse, Capitäle und Con-
        

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