Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515328
13072 
150-1 
bis 
1508- 
49 
Copie, die sich- 
befindet. 
in der Sammlung 
der 
Fiorontiner 
Akademie 
Die 
Jungfrau 
im 
Grünen. 
Auf Holz. 
Hoch 
Maria in einer Landschaft sitzend hält mit beiden her- 
abgesenltten Armen das vor ihr stehende Christkind und 
betrachtet, den Kopf etwas links wendend, den kleinen Je- 
hannes; dieser hält kniend seinem. göttlichen Gespielen ein 
Kreuz dar, welches auch dieser mit seiner Rechten fasst. 
und ernst, aber anmuthsvoll jenem in dieAugen sieht, Den 
Hintergrund bildet eine hübsche Landschaft mit einem Städt- 
chen an einem Fluss. Der Vvieseilgrilnd, welcher zunächst 
die Figuren umgibt, ist in der Art des Leonardo da "Vinci 
reich mit Pflanzen und Blumen geschmückt, daher der Na- 
me des Bildes, welcher ihm sehr passend von Christian 
von Mechel beigelegt wurde. Von allen Gemälden Rafaefs 
entspricht dieses am meisten der Darstellungsweise des 
Leonardo da Vinci, sowohl im Ausdruck der Köpfe 
und in den Bildungen der Kinder, als auch im Faltenwurf 
und in dem bräunlichen Ton der Landschaft. Die Carna- 
tion indessen ist ganz in der Art, wie sie Rafaefs Vater so- 
wohl als Perugino zu behandeln pflegten und wie sie auch 
Rafael mit einigen Modificationen bis ans Ende seiner Lauf- 
bahn beibehielt; nämlich graubräunlich in den Schatten, 
röthlich in den Übergängen und weisslich in den Lichtern, 
Das rothe Kleid ist stark lasirt, das Blau des Mantels et- 
was geschwunden, daher kraftlos in den Schatten. hn Rand 
des Kleides an der Brust steht von andern Ornamenten um- 
geben die Jahrszahl MDVQI, welche eben sowohl 1505 
als 1505 gelesen werden kann. Wahrscheinlich wollte Ra- 
fael damit andeuten, dass er das Bild im ßrßtßfll Jahr all- 
gefangeil, im andern vollendet habe; Zllm wenigsten Ver- 
trägt sich diese Annahme sehr gut mit des Bildes Behand- 
lungsweise. Siehe I S. 93. Durch Baldinucci (Notizie de' 
Professori del disegno etc. Firenze 1681-83) "Wissen wir, 
dass es zu seinen Zeiten noch bei den Erbenildes Taddeo 
ll. 
        

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