Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1520143
in 
Deutschland. 
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die Pferde des Neptun an, welche sich bäumend er- 
heben und jene zu ängstigen scheinen. Das Rum] 
hat etwa fünfzehn Zoll im Durclunesser, die Mitte ist 
leer, der Rand mit Rothstein entworfen, ist leicht und 
höchst geistreich mit der Feder ausgezeichnet und 
schraflirt. Wahrscheinlich fertigte Rafael diese köst- 
liche Federzeichnung für Agostino Chigi, indem dieser 
im Jahr 1510 zwei Schüsseln in Bronze, vier Palmen 
gross, von Cesarino di Francesco Rosetti aus Perugia 
nach unsers Meisters Zeichnungen ausführen liess. Das 
darüber erhaltene Document vom 10. November 1510 
wurde schon II S. 436 mitgetheilt. 
262. Eva, von hinten gesehen, steht an einem Baumstamm 
und hält den Apfel in der linken Hand. Leichter Fe- 
derentwurf. kl. fol. 
263. Madonna mit dem Kinde. Die leider sehr be- 
schnittene Zeichnung enthält jetzt nur den Kopf der 
Maria mit dem des Christkindes, welches sich an ihre 
Wange anschmiegt. Sehr schön in schwarzer Kreide 
gezeichnet; in den Kopf der Jungfrau ist etwas hinein- 
gezeichnet. H. 2"  br. 3". 
964. Drei geflügelte Knaben und der Kopf eines vier- 
ten, wie in Wolken schwebend. Leichter Federentwurf. 
in 4. Aus der Samml. Richardson. 
265. Martyrthum der h. Felicitas. Dem Kupfer- 
stich von JlIarc Antonio, Bartsch XIV N. 117, bis 
auf geringe Abweichungen ganz ähnlich. Diese beste- 
hen besonders darin, Idass die beiden Männer mit den 
Köpfen der zwei enthaupteteil Söhne etwas entfernter 
von dem knienden Manne stehen; in der Stellung ihrer 
Beine sind sie sich ganz gleich, während Sie im Stich 
verschieden bewegt sind. Die bedeckte weibliche Fi- 
gur rechts ist in der Zeichnung etwas bewegter. Die- 
ses Blatt hat sehr gelitten, und wurde so Stark über- 
arbeitet, dass, wenn es ein Original RafaePs, dieses nicht 
mehr zu erkennen ist. Mit der Feder gezeichnet, in 
Sepia getuscht und mit Weiss gehöht. Die Zeichnung 
kommt aus der Sammlung Winckler in tLßiPZlä, ill 
34
        

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