Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1520123
Deutschland. 
in 
529 
und noch besser als Marc Anton in den Rafaelischen 
Geist zu finden wusste, denn ohnbezweifelt ist die 
Zeichnung weit vorzüglicher als die alten Stiche nach 
ihr. Dieses sowohl in den Umrissen und der Model- 
lirung, als auch in der Wahrheit und dem Leben des 
Ausdruckes. Diese Vorzüge sind selbst so auffallend, 
dass, als der verstorbene Kupferstecher Rafael Mor- 
gheln einst die Zeichnung lange betrachtet hatte, aus 
Anhänglichkeit zu den alten Stichen geäussert: Es 
thue ihm beinahe leid diese Zeichnung kennen gelernt 
zu haben. Graf von Sternberg sah sie in Holland, und 
einer Sage nach soll sie einstens der Maler und eifrige 
Kunstsammler Rembrandt van Ryn, dann der Bürger- 
meister Sixt zu Amsterdam besessen haben. Von 
Dr. Huybens aus Köln erstand sie der jetzige hohe, 
kunstliebexlde Besitzer um 2500 Thaler. 
Ausser den alten Stichen, welche an ihrem Orte ange- 
geben werden sollen, besitzen wir einen neuerdings nach der 
Zeichnung gefertigten von Moritz Steinla 1836. quer. fol. 
Im 
königlichen 
Kupferstichcabinet 
Zll 
Dresden. 
260. Kampf von vier Reitern. Links hält sich ein 
Reiter an den Mähnen seines Pferdes, das gegen ein 
anderes sprengend, diesem in den Hals beisst. Der 
Reiter dieses andern Pferdes bückt sich stark nach 
seiner Linken und hält in der Rechten das Stück eines 
Stabes. In der Mitte sitzt ein Reiter von vom gese- 
hen auf einem sich bäumenden Pferde; er hebt den 
linken Arm auf und scheint gegen den vierten Reiter 
gerichtet, der rechts im Vorgrnnde vorbeisprengt und 
mehr von hinten zu sehen ist; er dreht den Kopf links 
und hält mit der Rechten einen Stab empor, die Linke 
streckt er nach dem I-Iintertheil des Pferdes vor ihm. 
Alle Figuren sind nackt. Leicht mit Rothstein ent- 
worfen und geistreich und höchst lebendig mit Feder- 
schraliirungen vollendet. Leider ist die Zeichnung längs 
ll. 34
        

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