Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519801
in 
Italien. 
497 
auf die Prinzessin nach Italien gelangte. Diese Zeich- 
nung ist überaus lebendig und geistreich behandelt, die 
Charaktere sind sprechend, die Pferde voll Feuer, die 
Kleidung im Costum der Zeit, aber geschmackvoll und 
mit Wrahl angewendet, nicht überladen, wie nachmals 
in dem Wandbild von Pintilricchio. So zeigen auch hier 
alle Figuren verschiedenartigen Antheil, während in 
der Ausführung viele theilnahmlose Bildnisse ausge- 
zeichneter Sieneser Personen nur gleichgültige Zu- 
schauer abgeben. Auch änderte Pinturicchio den Hin- 
tergrund, ohne RafaeYs Liniengefühl zu besitzen, durch 
die Ansicht mehrerer Gebäude von Siena. Diese Än- 
derungen scheinen indessen zu beweisen, dass Rafael 
die Entwürfe zu den Malereien nicht in Siena selbst 
machte, wo es leicht gewesen wäre den Wünschen des 
Bestellers sogleich nachzukommen. Oben auf dem Blatt 
steht von BafaePs Hand: Questa e 1a quinta     
Das Übrige ist erloschen und nicht mehr lesbar. Mit 
der Feder gezeichnet, mit Bister leicht schattirt und 
mit Weiss gehöht. Das Blatt in vier Theile gefalten, 
bekam BrücheÄdie nur schlecht zusammengefügt sind. 
Hoch Q1", br. 15". 
In 
dem 
Hause 
Cavaceppi 
in 
Perugia. 
170. Eine heilige Familie. Maria mit dem Christ- 
kiude, Elisabeth mit dem kleinen Johannes und S. Jo- 
seph bilden eine pyramidale Gruppe. Mit der Feder 
gezeichnet, aquarellirt und mit Weiss gehöht. Zufolge 
der Antologia Pittorica p. 69, und der Guida al Fore- 
stiere per 1a Cittä di Perugia 1784 p. 258 S011 es eine 
ausgezeichnet schöne Zeichnung in RafaePs zweiter, 
oder Florentiner Manier sein. Wahrscheinlich die Corn- 
position, welche er für Domenico Canigiani malte. 
Nach den Mittheilungen des Pilngileoni 11.289 war die 
Zeichnung aber nur eine Durchzeichnung des Originals, 
II. 32
        

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