Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515239
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Gevnälele 
turicchio versehen. Maria mit dem Christkind, beide über" 
aus lieblich im Ausdruck, erinnern noch an RafaeFs frü- 
here Weise, während die beiden weiblichen Heiligen schon 
sehr den Florentiilischen Einfluss verrathen, sowohl in der 
Bildung der Köpfe, als in der Bewegung der Hände. Land- 
schaft und Himmel haben einen tiefen, aber milden Ton. 
Siehe I S. 87. 
Die 
Lunette. 
Sie enthält den segnenden ewigen Vater, die Weltku- 
gel in der Linken haltend; halbe Figur. Zwei jugendliche 
anbetende Engel sind zu seinen Seiten und oben schweben 
noch zwei Cherubimköpfchen in blauer Luft. Das Bild ist 
weit mehr in der Art; des Perugino behandelt und nicht so 
bräunlich im Ton, wie die Haupttafel; sie dürfte früher als 
diese vollendet werden sein.  
Im Jahr 1678 verkauften die Nonnen diese beiden 
Stücke um 2000 Scudi romani an den Grafen Gio. Antonio 
Bigazzini in Rom, und erhielten ausserdem eine Copie der- 
selben für ihren Altar. (Siehe Annibale Mariotti Lettere 
pittoriche perugine etc. Perugia 1'788. S. p. 126, welcher 
diese Notiz aus dem öifentlichen Archiv der Stadt genom- 
men hat.) Nachmals kamen die Bilder in die Gallerie Co- 
lonna, und aus ihr zu Ende des veriiossenen Jahrhunderts 
an den König von Neapel. Noch sah ich sie im Palast 
zu Neapel, weiss aber nicht, 0b sie aus dem letzten Schloss- 
brand gerettet wurden. Ich fand sie beide wohl erhalten, 
nur dass die Haupttafel zwei Sprünge in die Quere durch 
allzu grosse Hitze erhalten, von denen einer leider durch 
die drei weiblichen Köpfe geht. 
In Umriss gestochen in Seroux dügincourt Histoire de 
Part pur les monumens. Tom. II. 
Die 
Bilder 
der 
Predella. 
Es sind deren iünf, welche die Nonnen schon früher 
im Jahr 1553 an die Königin Christine von Schweden um 
601 Scudi romani verkauften. (Siehe Mariotti, Lettere 
pitt. perug. p. 125.) Mit der Gallerie des Herzogs von
        

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