Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519702
Italien. 
in 
487 
chen Mütze bedeckt. Im Frescogemälde hat er dage- 
gen einen weiten Mantel um, einen Hut mit breiter 
Krempe auf dem Kopf und in seiner Rechten hält er 
einen Brief. Auch der Hintergrund ist sehr verschie- 
den und viel grossartiger in der Zeichnung. Rafael 
schrieb mit eigener Hand auf die Zeichnung: „La hi- 
storia e questa che MS. enea era in la comitiva de 
MS. Domiuicho da Capranica el quale era fatto Cardi- 
nale e non publicato quando el detto andava in Basi- 
lia al concillio e intrato in marc al porto a Talamone 
e esseudo per intrare. nel porto de Genova fu assalito 
da le tempesta e battuto tine in Libia." Auch bei der 
Figur des Cardinals zu Pferde steht vonRafaefs Hand: 
„MS. Domenicho da Crapanicha." (Die Versetzung des 
r kommt im italienischen Volksdialekt häufig vor.) Diese 
interessante Zeichnung hat leider sehr gelitten. Sie 
ist, gleich einer zweiten für die Malereien in Siena im 
Hause Baldeschi zu Perugia, mit der Feder gezeich- 
net, in Bister getuscht und mit Weiss gehöht. Hoch 
26", breit 15"  
138. Die Pest, Il Morbetto genannt, oder die Dar- 
stellung der Pest bei den Phrygiern, welche Marc An- 
ton nach einer Zeichnung Rafaefs gestochen hat. 
 Bartsch XIV N. 417. Unsere Zeichnung ist in allen 
Theilen und in der Grösse aufs genauste mit jenem 
Stiche übereinstimmend, aufs sorgfältigste mit der Fe- 
der gezeichnet, mit Bister schattirt und mit Weiss ge- 
höht, sehr vollendet und in allen Theilen so durchge- 
fuhrt, wie es sonst bei den echten Zeichnungen Ra- 
fael's nicht der Fall ist. (Ich halte daher eine andere 
desselben Gegenstandes im Nachlass Lawrence in Lon- 
don, die sehr frei und geistreich behandelt ist, fiir den 
Originalentwurf.) Unsere Zeichnung befand sich ehe- 
dem in der Sammlung des Cardinals Albani in Rom 
und wurde von der Gegenseite von Francesco Aquila 
gestochen. Nachmals besass sie die Kunsthandhlng 
Bardi 8c C., welche sie durch Rafael Morghen wollte
        

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