Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515219
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Gemälde 
Grafen von Cowper, dem englischen Gesandten zu Florenz, 
erstanden, welcher die ausgezeichnete Bildergallerie ge- 
gründet, die den Landsitz jener Familie, Pansawger bei 
Hertford schmückt, wo sich auch noch unser Madonnen- 
bild befindet. 
Portrait 
eines 
J ünglin gs 
Riccio. 
aus 
dem 
Hause 
Auf Holz. 
19H 
Hoch 
60 
1511 
Brustbild eines jungen Menschen von etwa S20 Jahren. 
Er ist links gewendet, in drei Viertel gesehen und schaut 
aus dem Bilde heraus. Seine straff herabfallendenl Haare 
sind unten grade abgeschnitten; den Kopf bedeckt ein 
schwarzes Barett. Mit der rechten Hand fasst er sein 
dunkeles Oberkleid; an den zwei gelben Schnallen des 
Unterkleides mit weissem Hemdenvorstoss steht: RAPI-IAELLO 
vnBmAs. FEC. Den Ilintergrund bilden zu den Seiten zwei 
Säulensclnafte von buntem Marmor, mit einer Aussicht zwi- 
schen ihnen auf eine waldunlgrenzte Wiese; unter Bäumen 
geht ein Hirsch zur Weide und wird von einem Luchs be- 
lauscht. Das Bild von guter Erhaltung ist [sorgfältig noch 
etwas in des Perugino Manier behandelt. Es kommt aus 
dem Hause Leonardo del Riccio zu Florenz, wo es lgna- 
tius Hugford sah und ein Zeugniss für die Echtheit dessel- 
ben ausstellte; Mengs fügte demselben noch Folgendes bei: 
„Io sottoscritto ho veduto e considerato il sopra acenato 
quadro, il quale giudico opera di mano di Raiiaele da Ur- 
bino, come sopra. Fatto aäFirenze hoggi 17 Genajo 1774. 
Raifaele Mengs".  Das Attestat, worin Hugford indessen 
irrig das Bild für RafaePs eigenes Portrait im Alter von 21 
Jahren angibt, da es doch nicht die geringste Ähnlichkeit 
mit dem Urbinaten hat, wurde auf der Rückseite der Ta- 
fel angeheftet. Das Bild kam nachmals in die Sammlung 
des Grafen Firman, in dessen Schloss Leopoldskron bei 
Salzburg, und später an den Banquier T raulmann in Mün- 
chen, von dem es König Ludwig von Baierw. erstand 
Siehe 1 s. S7.
        

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