Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519433
460 
Entwihfe. 
Archilelztovzische 
dem Fries des I-Iailptgesimmses "steht in grossen Initialen 
folgende Inschrift: IANNOCTIVS. PANDOLFINIVS. Eis. TROIANVS- 
LEONIS. x. ET. CLEMENTIS. vn. PONTI. max. BENEFICIIS. AVCTVS. 
In dem Werke von Fenlinanrlo Ruggicri, Scelta dtArchi- 
tettura. Tom II Tav. 735 75, sind Fenster, Säulen und an- 
dere Einzelheiten des Palastes abgebildet. Ausführlicher dargestellt 
ist das Gebäude im Werk von Granrljean de Montigny et A. Famin, 
Architecture Toseane. Paris 1815. Es sind folgende Blätter: 
Tafel 33. Grund und Aufriss des Gebäudes. 
 34. Faqade nach der Strasse San Galle, 
 35. Seitenfagade nach Hof und Garten. 
 36. Details der Fenster und Gesimmse. 
Plan und Modell zum Hause Uguccioni auf dem 
Platz des alten Palastes zu Florenz. Von diesem schönen 
Gebäude habe ich schon die Beschreibung im ersten Theil 
S. 282 gegeben. Ob das Modell dazu, in den Bellezze di 
Firenze des Gio. Ciuelli im Jahr 1677 erwähnt, noch vor- 
handen, ist mir unbekannt, aber mit Zuversicht darf ich 
behaupten, dass es nicht, wie Franeesco Boechi zuerst an- 
gegeben, von Michel Angele herriihrt, und eben so wenig 
von Palladio, wie Grandjean und Famin vermuthen; vielmehr 
trägt das Gebäude in allen Theilen auf da entselliedenste 
das Gepräge von RafaePs Architektur, wie. er sie nament- 
lich am Palast Coltroliili in Rom angewendet hat. 
In dem Werk von Grandjean de Montigny et A. Emma: 
Arehitecture Toscane, Paris 1815 gibt Tafel 46 den Aufriss 
der Fagarle, und Tafel 47 Details, als Sänleneapitäle und Füsse, 
Fensterbedeckungen, Balustraden u. s. w. 
Dass RafaePs Architektur, namentlich die des Palastes 
Pandolfini auch auf die der Florentiner Baumeister einge- 
wirkt, wie z. B. auf die des Baccio d'Agnolo, dieses schei- 
nen mir das I-Iaus Giacomini in der Strasse Tornabuoni, und 
das Haus Bartolini bei S. 'I'rinitä, im Jahr 1520 gebaut, zu 
beweisen; denn manche! Einzelheiten finden sich an densel- 
ben, welche dem Rafael nachgeahmt sind; auch seine vollen 
Profile kommen vor, erhielten aber eine über alles Mass ge- 
hende Ausladung: dem Freunde RafaePs fehlte dessen Sinn 
tTu- Schönheit und Harmonie. 

        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.