Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519417
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Architektonische 
Medici auf dem Monte Mario, jetzt Villa Madama ge- 
nannt, rührt nrsprüxlglich von Rafael her, wie schon im 
ersten Theil S. 252 angegeben worden, obgleich Giulio 
Romano ihn erst nach dessen Hinscheiden ausbante. Die- 
ses bezeugt nicht nur Vasari im Leben des erstern Vp. 298, 
und in dem des letztem VII p. 200, sondern erhellt auch 
aus einem Brief des Grafen Baldassare Castiglionc aus Rom 
vom 13. August 1522, welcher sich bei den Olivetanern zu 
Pesaro befindet. Er ist an Francesco Maria, Herzog von 
Urbino, gerichtet, wurde zuerst von Pungileoni p. 181 mit- 
getheilt und enthält folgende auf unsern Gegenstand bezüg- 
liche Stelle: „lllustrissimo et Exellentissimo Signore e Pa- 
trone mio: in questo punto ho ricevuto una di V. Exza di 
3 del presentc nella quale la mi ricerca ch' io voglia scri- 
vergli qualche cosa di nova, e mandarli la lettera di Ra- 
faello, bona mem. dove egli descrive la casa, che fa editi- 
care Monsigilore Rrho de Medici: questa io non la mando 
perche non ho copia alcuna qui, perche mi resto a Man- 
tova con molte altre cose mie: ma a questi di si e partito 
di qua D. Jeronimo fratello cugino del prefato Rafaello: il 
qnale stimo che abhia copia di essa lettera. e V. Exza po- 
tra da lui essere satisfatto; perche e partito per venire a 
Urbino."  
Der Grundriss des an einem Abhang des Berges gele- 
genen Gebäudes bildet beinahe ein Quadrat, dessen nord- 
östliche Seite mit einer Halle von drei grossen Bogen ge- 
schmückt ist. Diese von einer weiten Terrasse mit Wasser- 
werken umgeben, bieten einen grossartigen Anblick, gleich 
den Bogen des sogenannten Friedenstempels auf dem F o- 
rum Romanum. Ausserdem sind sie von unanssprechlichem 
Reiz durch die schönen Malereien und Stuckverzierungen, 
womit sie Ginlio Romano und Giovamli da Udine geschmückt 
haben. Die Südostseite hat grosse Fenster mit Kreuz- 
stöcken in Stein; aus denselben geniesst man eine pracht- 
volle Aussicht auf die Stadt, den Fluss und nach dem La- 
teinergebirge. Die Südwestseite sollte, nach Art eines an- 
tiken Theaters, eilen mit Säulen ilmstellten Halbkreis bil- 
den, welcher 'l'heil des Gebäudes indessen niemals ausge-
        

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