Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519114
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Dem Rafael zugeschriebene 
Genzälde. 
Färbung ist sehr kalt und grau. Es scheint ein von einem 
Schüler RafaeYs gemaltes Portrait. 
b) Der Cardinal Polus, von Sebastiano del Piombo 
gemalt, kam aus dem Cabinet Crozat nach Petersburg in die 
Gallerie der Ermitage, wurde aber von Mb. de Larmessin als 
ein Portrait von Rafael in Kupfer gestochen. 
c) Das Bildniss des Cardinals Alexander Farnese, Neffe 
Paul's III, von Tizian bewundrungswürdig gemalt, befindet 
sich im Palast Corsini in Rom; es wird aber öfters dem Ra- 
fael zugeschrieben und ist mit dieser Angabe von H_ 120585 
1730 gestochen worden; nachmals aber berichtigte er den 
lrrthum. 
d) In der Gallerie Leuchtenberg in München ist gleichfalls 
ein schönes Portrait eines Cardinals, welches dem Rafael zu- 
geschrieben wird, und als ein solches in der 5. Lieferung des 
Galleriewerks lithographirt wurde. Mit grosser Wahrscheinlich- 
keit darf man es für ein Werk des ausgezeichneten Portrait- 
malers Scipione Pazlzone Gaetano halten. 
281. 
Rafaelas 
Geliebte. 
Auf Holz. 
Hoch 
In Blenkeim, dem Palast des Herzogs von Mari- 
borough, ist ein weibliches Bildniss, welches im Catalog Do- 
rothea, die Geliebte RafaePs, von ihm gemalt, genannt wird. 
Es ist ein Brustbild, rechts gewendet, in drei Viertheile 
gesehen; ein weisscs Tuch bedeckt den hintern Theil des 
Kopfes, so dass das ganze Oval desselben und die dunkeln 
Haare sichtbar bleiben. Das ptirsichrothe Kleid umgibt ein 
carmoisiurother Mantel mit iieckigem Pelz besetzt; auf ihm 
ruht die linke Hand; die rechte stützt sich auf ein Körb- 
chen mit Früchten. Durch ein Fenster rechts sieht man 
in eine ielsige Landschaft mit einigen Häusern. Die nicht 
mehr in ihrer ersteniBlüthe stehende Person hat einige, 
doch entfernte Ähnlichkeit mit dem Portrait in der Tri- 
bune von 1512., erreicht es aber bei weitem nicht, sowohl 
in der Schönheit der Form und des Ausdrucks, als in der 
der Malerei. Am ausgezeichnetsten behandelt ist der Kopf, 
obgleich ich mich nicht überzeugen kann, dass er von Ra- 
fael gemalt sei, besonders hat der Mund etwas Gemeines
        

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