Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519034
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Rafael zugeschriebene 
Dem 
Genzäldc. 
Kunstfrenndc, daher wir obiger Angabe schon einigen 
Glaubeirschenken dürfen, obgleich sich weiter nicht die 
geringste Nachweisung über dieses Bild der Magdalena von 
Rafael vorlindct. 
 
Von den Bildern, Heilige darstellend, welche dem Rafael 
zugeschrieben werden, erwähne ich hier-nggh folgende; 
a) Sowohl bei Pungileoni p. 283, als in der Zeitschrift: 
„L'ape Italiana", Rom-a 1834, werden 6 kleine in Nischen ste- 
hende Figuren von etwa ein Fuss Höhe, nun im Besitz des 
Grafen Bisenzo in Rom, als Jugendwerke Rafaefs ausgegeben; 
der erste Anblick zeigt indessen, dass es schöne "femperama- 
lereien seines Meisters Perugirlo sind. Sie sollen ehedem ein 
Altarblatt von letzterem in Todi umgeben haben. Dieses sei 
nach Frankreich gebracht worden, die 6 Figiirchen aber er- 
stand der Graf von Prior Laurenti daselbst und liess sie im- 
mer drei und drei in einen Rahmen fassen. ln der Mitte des 
einen steht die Magdalena, zu den Seiten der h. Ludwig 
von Frankreich und der h. Bonaventurn; in der des an- 
dern die h. Catharina, zu den Seiten der h. Bernardino 
aus Siena und S. Giovanni Capistrano. Fiir die Ape 
Italiana 1834 (Tab. XXlll und XXIV) sind sie in Umrissen 
von Gio. Wenzel und Gioacc. Mitterpoch gestochen "werden. 
b) Zwei Engelknaben, auf zwei kleinen Tafeln, Gold- 
grund, die wahrscheinlich einstens als Flügel eines Madonnen- 
bildes dienten, werden in der Guida di Pcrugia 1784 p. 244 
in dem Hause Giulio Cesarei befindlich eingeführt und dem 
Rafael oder einem Schüler Pernginds zugeschrieben. Sie sind 
nun im Besitz des Advocateiz Eugenio Raspo-izi in Rom und 
stark übermalt. Von des RafaePs Art zeigen sie keine Spur, 
wohl aber waren sie ehedem hübsche Bilder eines seiner 
Mitschüler. 
c) Duchesne aine in seinem „Muse'c de peintnre et de 
sculpture" gibt in der 69. Lieferung die Abbildung eines h. 
Sebastian im Cabinet Migneron in Paris, und schreibt ihn dem 
Rafael zu. Die Art der Composition zeigt indessen' hinläng- 
lieh, dass sie nicht .v0n diesem grossen Meister sein könne. 
d) Kopf des Erzengels Michael oder des S. Georg, 
in Ol gemalt, stark Lebensgrösse. Fragment von ovaler Form 
eines grössern Bildes in der Münchner Pinakothek. Ich habe 
diesen Kopf nicht gesehen, enthalte mich daher alles Urtheilß 
darüber; Kenner aber versichern, er sei sehr schön, obgleich
        

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