Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1519009
Ileiligenbilder. 
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wurde durch das Bild auszusprechen: „lch habe gesehen, 
wie die h. Jungfrau dem Apostel Lucas erschien, auf dass 
er sie (wie die Legende berichtet) male, daher verstehe 
ich so schöne Madonnenbilder auszuführen." Wohl aber 
lässt sich annehmen, dass einer seiner Schüler diesen Ge- 
danken hatte und ihn in dem unvollendet gebliebenen Gemälde 
nach RafaePs Tod darstellen wollte. Da Bild hat übrigens 
theilweise sehr gelitten und ist stark überarbeitet. Pietro 
da Cortona schenkte es in die nach seinem Plan neuerbaute 
Kirche S. Martina in Rom, welche schon Sixtus V im Jahr 
1588 der Maler- und Architekten-Akademie von S. Luca 
übergeben hatte und sie auch diesem Heiligen weihte. Jetzt 
befindet sich das Gemälde in der Sammlung der Akade- 
mie in Rom und auf dem Altar der Kirche steht eine C0- 
pie von Antiveduto Grammatica, die er als Präsident der 
Akademie fertigte, um das Original zu verkaufen, daher er 
von seinem Posten entsetzt wurde. 
Kupferstiche: J. Langlois Romae Gallice Academie 
alumnus. Mit einer Dedication an J. B. Colbert. fol.  Cor- 
nelius Bloemert. fol.  Matth. Picciovzi. Gegenseite unten im 
Band eine Dedication an den Cardinal Franc. Barberini. H. 9" 
1'" br. 6"   Von einem Anonymen schlecht radirt. Ge- 
genseite, mit einer Dedication an Matthaeus Yiccionus An- 
conitanus. kl. fol.  Giov. Rossi, schlecht. fol.  Landon 
N. 132. 
273. 
Der 
Hieronymus. 
Der Anonyme des Morelli (Notizia d'opere di disegno 
etc. Bassano 1800 p. 241) sah im Jahr 1537 im Haus des 
Doctor Marco (Benavides) da Mantoa in Paduu: "das 
kleine Bild in Öl des h. Hieronymus, der in der Wüste Busse 
thnt, von der Hand RafaePs von Urbino." Weiter haben 
wir keine Nachrichten über dieses Bildchen. 
In der Sammlung des Britischen Museums, Verzeichnisg 
N. 311., ist indessen ein Studium zu einer knienden Figur, die 
ganz der Stellung eines Busse thuenden Hieronymus entspricht 
und vielleicht zu besagtem Bildchen dürfte gedient haben. 
Ein kleines Bild beim Cardinal Fesch, diesen Gegenstand 
darstellend, wird mit Unrecht dem Rafael zugeSßhrißben- Dass 
ll. Q7
        

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