Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515141
TON 
1500 
bis: 
31 
ligen. Er hält, als Zeichen seines Nlartjrthulms, einen Pfeil 
in der Hand. Den Ilintergrund bildet eine sehr sorgfältig 
ausgeführte Landschaft. Die Art der Behandlung zeigt eine 
grosse Übereinstimmung mit der des Sposalizio, so dass 
unser Bildchen wohl zu derselben Zeit wie jene Altartafel 
entstanden ist; indessen hat Rafael dem kleinen Bilde mehr 
Vollendung im Einzelnen gegeben. Dieser Umstand scheint 
hinreichend die in den Italienischen Forschungen lIl S. Xl 
ausgesprochene Ansicht, als sei es ein Fragment eines 
grössern Bildes, zu widerlegen; besonders würde dann die 
Landschaft nicht so zart vollendet sein. Das Bild ist wohl 
erhalten, nur am Ilimmel und unter der Nase wurden einige 
Ausbesserungen vorgenommen. 
Aus dem Hause Zurla zu Crema erstand es der Kupfer- 
stecher Giuseppe Longhi in Mailand um den geringen Preis 
von 3080 Lire milanese. Jestzt besitzt es Graf Gwglielvler) 
Loclris in Berynmo. In Longhenzfs Übersetzung des Qua- 
tremere de Quincy p. 13 ist eine Abbildung desselben im 
Umriss mitgetheilt.  
Für 
24. Christus auf dem Oelberg. 
den Herzog Guizlubralzlo 1:021, Urbino gemalt. 
Auf Holz. Hoch 22"  breit 26". 
Vorn ruhen im Schlaf versunken die drei Jünger, links 
liegt der jugendliche Johannes, in der Mitte sitzt, sein 
Vllaupt auf den Arm gestützt, Petrus, rechts sieht man den 
Christus ähnlichen Jacobus im Profil. Sie lehnen sich alle 
an einen Erdhügel, auf dem der Herr links gewendet kniend 
betet, und schmerzlich mit gefaltenen Händen den Blick 
zum Himmel emporrichtet. Ein kleiner Engel, mit einem 
Bein auf einem Wölkchen stehend, schwebt von der Ecke 
links mit dem Leidenskelch herab. 11111655011 hüllt ill eini- 
ger Entfernung rechts, Judas Ischariot mit sechs Soldaten 
und auf der linken Seite sieht man deren noch zwei an- 
dere. Zwischen baumbewachsenen Hügeln öffnet sich eine 
freie Aussicht auf eine an einem See gelegene Stadt In 
der fast erloschenen goldenen Kleiderverzierung auf der
        

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