Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1518813
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Dem Rafael zugeschriebene 
Gemälde. 
Rechte auf das Ilanpt des kleinen Johannes legt, der von 
der linken Seite mit einem ltohrkreuzchen herannaht, um 
seinen göttlichen Gespielen zu küssen. Bei einem Baume, 
hinter Buschwerk sieht man Joseph sich nach den Seinen 
nmsehend. Den Grund bildet eine reiche Landschaft. Von 
dieser schönen Composition gibt es viele Gemälde, ohne 
dass mir bis jetzt eines vorgekommen wäre, welches den 
Anforderungen an Originalität genügte  Ich nenne hier 
folgende: 
a) In der Bridgewater- oder Slafforct-Gallery, jetzt 
dem Herzog von Sntherland gehörig, ist das Exemplar, 
welches aus den Sammlungen der Königin Christine und 
des Herzogs von Bracciano in die Gallerie Orleans kam. 
Im Jahr 1798 erstand sie der Herzog von Bridgewvater in 
London um L. 3000  Obgleich dieses Bild eines der 
vorziiglichern dieser Composition ist, so fehlt ihm doch die 
Feinheit und das Leben in der Zeichnung und Modellirnng. 
Die Cztrnation ist in den Schatten kalt grau. Dem Aus- 
druck der Köpfe fehlt die Rafaelische Grazie. Das Land- 
schaftliche ist etwas hart behandelt und stimmt auffallend 
mit der in zwei kleinen Bildern, der Charitas und der Spes 
aus der Gallerie Borghese, welche schon von Alters her 
dem Gio. Francesco Penni zugeschrieben werden, daher ich 
denn auch die Ausiiihrung unsers Bildes von diesem Schii- 
ler ltafaePs halte. Hoch 33" br.  
Gest. von Nie. de Larmessin fürs Cabinet Crozat. fol.  
radirt von I. Pesne. Gegenseite. fol.  H, Guttenberg für die 
Gall. Orläans, kl. foL-A. Legmnd. fol.-Soplzz'e Del. fol.-- 
ä Paris chez Chiquet, Haber ex. fol. -1 Le Blond exc. hart. 
gr. fol.  I. Hcath 8; S. lllirldiman. fol.  P. W. Tomkins. 
kl, fol.  Piet-ro Anderloni. gr. fol,  Landon N. 104. 
b) älm Museum zu Neapel. Das Bild kommt aus der 
Gallerie Farnese, ehedem in Parma. Die Caruation hat 
einen bräunlichen Ton, die Zeichnung ist mittelmässig. 
Gest. von Pietro Fontana. fol. 
1) Richardson (III p. 290) sagt, dass sein Vater eine Zeiphnung 
von Rafael besessen, welche unserer Compositioxx so ähnlich sei, dass 
er sie für die ursprüngliche erste Skizze RafaePs zu dem Bilde halt-e.
        

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