Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1518455
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Gemälde 
E073 
1518 
1520. 
g) Zwei ßiöpfe in Lebensgrösse des jungen und des bei ihm 
stehenden Apostels. Vorzüglich in Schwarzer Kreide gezeichnet. 
Aus der Salmnl. Joh. Goll-van Frankenstein in Amsterdam 
erstanden sie die Brüder TVoudbzarn in London. Verz. N. 470. 
h) Berühmt ist noch eine Zeichnung, worin die ganze Com- 
position in nackten Figuren mit der Feder gezeichnet ist, 
jetzt in der Samml. des Erzh. Karl in Wien. Lith. von I. Pi- 
lizotii. Warum ich diese Zeichnung nicht iiir echt halte, siehe 
im Verz. N. 185. 
i) lm Cabinet von Praun in Nürnberg war eine Zeichnung, 
welche man fiir einen ersten Entwurf zur Composition RafaeYs hielt. 
Sie ist aber in allen Theilen zu schwach, um für etwas anders 
als ein Werk des Betrugs gelten zu dürfen, Gest. von J. Th. 
Prestel. fol. 
k) Die ganze Compositioxi, mit der Feder gezeichnet, lavirt 
und mit Weiss gehöht, besass der Bürgermeister Six, kam 
dann in die Sammlungen lrValraven, Butgers, Ploos van äm- 
stel und wurde 1833 mit (lem Stich von Rafael Morghcn aus 
dem Nachlass Joh. Goll van Frankenstein in Amsterdam ver- 
kauft. Obgleich ich diese Zeichnung nicht gesehen, habe ich 
Ursachen an der Echtheit derselben zu zweifeln.  
l) In der Sammlung zu Modena befand sich die Zeichnung 
eines der Apostel in schwarzer Kreide auf färbig Papier aus- 
geführt und mit Weiss gehöht. Halb fol. Siehe Le Pitture e 
Scultnre di Modena etc. dal Gian Filiberto Pagani. Modena 
1770 p. 129. 
m) Einen Carton der T ranstiguration, in schwarzer Kreide 
ausgeführt, erstand Papst Clemens Xl (Albani aus Urbino) um 
hohen Preis, wie Taja berichtet, auf dass er nicht nach Eng- 
land gehe. Bichardson sah den untern Theil desselben im Va- 
tican; im Jahr 1896 war er im Palast Albani in Rom aufge- 
stellt, Er weicht in manchen Theilen vom Gemälde ab: Chri- 
stus schwebt in einer elliptisch geformten Glorie; er sieht nicht 
aufwärts, Sondern neigt sich mit dem Kopf herab nach Moses. 
Die zwei Diaconen fehlen. Unten, hinter dem Mann rechts, 
ist nur der Kopf einer Frau zu sehen u. s. w. Die stümper- 
hafte Ausführung zeigt indessen jedem Kenner, dass der für 
seinen grossen Landsmann enthusiastische Papst mit diesem 
Werk hintergangen worden. Gest. von Fmncesco Puzzi 1779. 
H. '26" br. IG"  Späten-hin wurde die Platte überarbeitet 
und theilweise vollendet von Pietro Bettelini unter der Leitung
        

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