Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1518336
350 
Gemälde 
1'071 
1518 
1520. 
ner Lunetle die Verkündigung und die Heimsuchung von 
einem Schüler des Perugino gemalt. Rechts ist das Fen- 
ster, und links in der durch den Bogen des Krcuzgewölbes 
eingeschlossenen Wand folgendes F'rescogemälde. 
Das 
Martyrthum 
der 
Felicitas. 
II 
Buch 
der 
Maccabäer 
Cap. 
Der erhaltene Theil dieses Gemäldes stimmt genau mit 
dem Kupferstich von Marc Antonio überein. Ein grosser 
Theil aber wurde zerstört, als man, um eine Ölhuzug für 
eine Tribune zu gewinnen, ein grosses Loch in die Wand brach. 
Von den etwas mehr als halb lebensgrossen Figuren blie- 
ben erhalten: der sitzende Antiochus mit den acht bei ihm 
stehenden Männern, sodann gegenüber rechts die Statue des 
Jupiter, die dabei stehende Figur und näher die drei Frauen 
mit dem Knaben; auch sieht man noch ein Stück des lie- 
genden Mannes, welcher das Feuer anbläst. Der ganze 
mittlere Theil aber ist zerstört, was um so grösseres Be- 
dauern erregt, als das übrige vollkommen wohl erhalten, und 
voneinem der besten Schüler ItafaeYs ausgeführt ist; einige 
Künstler wollten sogar die Hand des Meisters selbst darin 
erkennen. 
_Was mich bestimmt die Entstehung dieser Malerei nicht 
nur in die Zeiten Leo's X, sondern selbst in die letzten 
Lebensjahre RafaePs zu setzen, ist das wohl zu gleicher 
Zeit von einem Schüler Rafaefs componirte und ausgefilhrte 
Frescogemälde über dem Altar. Es stellt einen segnenden 
Gott Vater, von Cherubimköpfchen umgeben dar, zu den 
Seiten steht immer ein Blumen streuender Engel, deren ei- 
ner genau demjenigen in der grossen heiligen Familie in 
Paris vom Jahr 1518 nachgebildet ist. 
Zeichnungen von dem Martyrthum der h. Felicitas, 
welche dem Rafael zugeschrieben werden, befinden sich in den 
Sammlungen zu Wien und Dresden. Siehe Verz. N. 177 
und 266. 
Kupferstiche: lllarc Antonio. Bartsch XIV 
wo auch die Angabe von drei Copien.  Eine 
hat in den zweiten Abdriicken die Inschrift: Sancta 
N. l 17 
vi e rte 
Julianna
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.