Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515082
17071 
1500 
bis 
1504. 
25 
in Perugiu, der es in hohen Ehren hält. Es geht das 
Gerücht, dass Graf Stalfa ehedem einen Brief von Rafael, 
dieses Bildchen betreffend, besessen habe, erst kürzlich sei 
er an einen Engländer zum Kaufe ausgeboten worden; in- 
dessen waren alle meine weiteren Nachforschungen nach 
ihm vergebens. 
Gest. v. Samuel Amsler 1821 in der Grösse des Originals. 
Alte Copien des Bildchens gibt es viele: In Perugia sind 
deren noch zwei schöne vorhanden, eine im Haus Baglioni, 
die andere beim Gonfaloniere della Penna. Eine dritte er- 
stand der verstorbene Minister Wilhelm von Humboldt. Das 
Exemplar zu Mailand im,Hause Oggioni wurde von P. Carmmi 
1817 in kl. 4. gestochen. Und ein anderes im Pariser Mu- 
seum won T11. Richmnme 1836 in einer achteckigen gothi- 
sehen Verzierung in 4. mit der Unterschrift: La Vierge 
au livr e. 
Eine freie Nachahmung in grösserem und vierecktem For- 
mat bewahrt das Spital von S. Maria della misericordia zu 
Per-ugia. Die Hauptabweichung besteht darin, dass das Kind 
mit der linken Hand in das Buch greift, während es im Ori- 
ginalbilde dieselbe auf die Brust legt und nur mit der andern 
Hand das Buch fasst. Den Grund bildet eine niedere Mauer, 
hinter welcher man einige Berge sieht. Unser Bild rührt von 
einem sehr geschickten Schüler des Perugino her, denn, wenn 
es auch noch etwas trocken und hart gemalt ist, so hat die 
Zeichnung doch eine gewisse Fülle, sind die Formen schon sehr 
ausgebildet. Leider leidet das Bild an zu grosser Trockenheit, 
so dass mehrere Farben abzuspringen anfangen. Es hat etwa 
22" Höhe auf 18" Breite. Gest. v. Anton Krüger 4. 
Die 
Vision 
eines 
Ritters. 
Auf Holz. 
im 
Quadrat. 
In der Mitte des Wlordergrundes liegt ein junger Rit- 
ter in Rüstung, indem er auf seinen Sphild mit dem reell- 
ten Arm gelehnt, schlafend träumt. Zu Seiner Rechten er- 
scheint ihm eine weibliche Gestalt in violettem und pur- 
purnem Gewand, ihm ein Buch und ein Schwert vorhaltend, 
gleichsam die jugendlich bewegte Seele zum Studium und 
zum Kampfe auffordernd. Hinter ihr erhebt sich in der 
Landschaft eine auf steilem Felsen gelegene Burg. Zu des
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.