Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1518219
338 
Gemälde 
F071 
1518 
1520 
so musste 
und einem 
in jener Notiz von einem 
andern Herzog Cosimo die 
spätem Matten 
Rede sein. 
Botti 
Kupferstiche: Dom. Chiossone Genovese sc. 1836. kl. 
fol.  Lmlw. Grunvr, Taf. Vl beiliegender Abbildungen. 
Eine Wiederholung des "Portraits mit den Attributen der 
heiligen Catharina, aber ohne Heiligenschein, soll der 
Jlfzlrchese Lefizia in Neapel besitzen; es sei von ausserordent- 
licher Schönheit und werde für Original gehalten. Ich erhielt 
diese Notiz zu spät, um mich um dessen genauere Kenntniss 
mehr zu bemühen, als ich nach einer flüchtigen Angabe bei 
meinem letzten Aufenthalt in jener Stadt gethan habe, aber im 
Hause Letizia mit der Versicherung zurückgewiesen wurde, das 
Gemälde sei verkauft. Ein Zweifel, der sich gegen die Echt- 
heit des Bildes erhebt, ist der Umstand, dass Rafael nie eine 
portraitmässige Darstellung bei heiligen oder idealen Per- 
sonen angewendet. Solches geschah wohl zuweilen von Seinen 
Nachahmern, wie ich dieses schon bei dem Portrait der Jo- 
hanna von Aragonien angegeben habe, das zu einer h. Cäci- 
lia, und bei dem Portrait von 1512 in der Tribune, das zu 
einer Magdalena benutzt worden. Vielleicht ist das Bild des 
Marchese Letizia dasselbe, welches sich einst in England in 
der Sammlung des Grafen Aruntlel befand und von Wenzes- 
laus Hollar gestochen wurde. Die Heilige (von der (Gegen- 
seite) ruht hier mit dem Arm auf einem Rad und hiilt in der 
Linken eine Palme. Den Kopf umgibt ein Heiligenschein.  
W. Hollar fecit, ex collectione Arundeliana. Raph. Vrb. pin- 
xit. H. 7" 6'" br. 5"  Cat. von Vertue N. 194.  Lan- 
don N. 396,  
240. 
Madonna 
di 
San 
Sisto. 
Auf Leinwand. 
Hoch 
Maria als Himmelskönigin erscheint stehend auf lich- 
tem Gewölke und hält das in ihren Armen ruhende Christ- 
kind. Eine Glorie von einer Menge von Engelsköpfcheil umgibt 
sie in lichtblanem Glanze, der durch zwei grüne, zu bei- 
den Seiten zurückgezogene Vorhänge begrenzt wird. Links 
kniet der Papst S. Sixtus in weisser 'l'unica und einem Pal- 
lium von Goldstoif, der roth gefüttert ist. Die 'l'iara steht 
unten zur Seite. Fiirbittend wendet er sich zu der Mutter 
Gottes, und scheint mit der Rechten nach der Gemeinde
        

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