Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1518102
Joluuma 
Arayonien. 
BON, 
327 
soll dieser? Bild bßl einem Tischler in Basel gewesen sein; vor 
etwa 30 Jahren erstand es Graf Fries in Wien von einem 
liilderhiindler. Aus der Sammlung Puthon in Wien ge- 
langte es in die des jetzigen Besitzers. Lith. von Ludw, 
Zöllner. fol 
b) In TVarwick-Czzslle, in der Gallerie des Grafen von 
W arwick. Der Ton dieses Bildes soll nach erhaltenen Berich- 
ten etwas frischer sein, als der des Originals im Pariser Mu- 
seum, doch so, dass, wenn auch die Färbung der Stoffe dabei 
gewinnt, die der Carnation dagegen etwas zu braunschwarz in 
den Schatten wurde. Der Ausdruck im Kopf sei überaus ernst, 
die Nebensachen mager in der Behandlung, der Hintergrund 
Sehr dunkel.  
c) 1m Berliner llßeseum. Copie von Gio. Batt. Salvi, il 
Sassoferrato genannt. Auf Leinwand. H, 3' 9'" br. 3' l". 
d) In der Gallerie Doria in Rom ist von einem Schüler 
des Leonardo da Vinci eine Benutzung des Rafaelichen Bildes; 
es stimmt bis auf den Kopf in allen Theilen mit diesem iiber- 
ein, dieser zeigt aber nicht mehr das Bildniss der Johanna 
von Aragonicn, sondern einen weiblichen Kopf in des Leo- 
nardo Manier. Er ist besser als das übrige behandelt, indem 
die Beiwerke in Zeichnung und Behandlung steif, in der Fär- 
bung ohne Kraft und Schmelz sind. 
e) In der llfüizchizer Gallerie sah ich im Jahr 1835 unter 
N. 707 eine andere Benutzung des Portraits durch einen Schii- 
lßr des Leonardo da Vinci: Die Johanna ist hier zu einer hei- 
ligen Ciicilia umgewandelt. 
Bevor ich. (liesen Ai-tikel schliesse, will ich noch_ die Zeich- 
nung eines weiblichen Portraits erwähnen, Welches in Honand 
unter dem Naunen Madonna del Marqiiisato bekännt ist, 
und vielleicht zu obigem Bildniss diente. [eh kenne die Zeich- 
Kiing nur aus Catalogeii:  Catalog der Sammlung des Jo- 
ann van der Marck, Aegidius Sohn, Batli und Bürgermeister 
flW Stadt Leyden, verkauft zu Amsterdam am 29. Nov. 1773, 
ä Sie verzeichnet: „N. 276. La Madonna del Marquisato. 
ugndßßet portret van een vroun van vooren tezien; extra 
wägen?! niet zwart Kryt getekend en zeer raar. H. 8'l2 br, 
M2], Amäiglgäiaft lllälqläb l2aN- qImECatalogtHCi Iäloos vaii A13; 
verbeeld m  L  „   en capi dd. vroiiwen oo , 
Kryt e ende la Madonna de Marquisato;uitvoerigmet zwart 
verkauä. met _wit igehongd, OP bruin baPlei-yf Uin H. 60  
, wohin die Zeichnung gekommen, ist mir unbekannt.
        

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