Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1517751
292 
Bildnisse 
des 
lerin erstanden haben, worüber 
fehlen. Abgebildet bei Longhcna 
uns weitere 
p. G38. 
Nachrichten 
225 
Die 
Portraite des Andrea 
Agostino Beazzalm. 
Navagero 
und 
Die Brustbildcr dieser beiden venelianischeil Schrift- 
steller malte Rafael gegeneinander über auf eine schmale Leine 
wand für ihren gemeinschaftlichen Freund Pietro Bemho. 
"Es sind Köpfe voll Leben und von sprechender llüllllilililll- 
iät, meisterhaft in kräftigen Zügen gemalt und von einem 
glühenden Colorit, wodurch Rafael abermals bewiesen hat, 
dass er auch hierin siclr den venetianischen lilalern an die 
Seite stellen könne. Navagero (geb. 1483 1- 1523), den 
Kopf nach der rechten Schulter gegen den Beschauer wen- 
dend, hat einen überaus männlichen, etwas derben Aus- 
druck, der Blick seiner Augen ist voll Klugheit und Schärfe. 
Er hat einen kurzen, krausen Bart von dunkler Farbe und 
trägt eine weite Mütze auf dem Kopf, die ihn gleich ei- 
nem Bund umgibt. Beazzano, rechts, hat dagegen etwas 
ruhigeres, milderes im Blick, auch die Fülle seiner For- 
men deutet anf eine gewisse behagliche Gemülhlichkeit, 
aber der Blick ist zugleich voll Seele und die offene Stirne, 
der feine Zug im Mund zeigen einen Mann von Fähigkei- 
ten und ausgezeichneter Bildung. Die gescheitelten Ilaare 
iallen schlicht auf den -Nacken herab und sind von einem 
schwarzenBarett bedeckt. Über dem schwarzen Kleid steht 
das weile Hemd hervor und schliesst sich um den Hals. 
Man sieht ein Stück seiner Hand; er trägt keinen Bart. 
Der Grund ist grün. .Dass Rafaeldiese Bildnisse nicht spä- 
ter als im Frühjahr 1516 kann gemalt haben, erhellt aus 
den Briefen des Pietro Bembo, wonach Andrea Navagero 
auf Ostern besagten Jahres nach Venedig zurückreiste. 
Wahrscheinlich malte sie Rafael ersterm aus Anlass der 
Abreise und als ein wertlles Andenken an froh verlebte 
Tage, sowohl in Rom, als noch zuletzt während des Aus- 
liugs nach 'l'iv0li, worüber schon I S. 909 die Stelle aus 
Bemhrfs Brief mitgelheilt werden ist. Die frühsle Nach-
        

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