Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515035
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Gßlllälllö 
schaftliche Ferne, von einem graulichen Ton, ist ziemlich 
breit behandelt. 
Ehedem befand sich das Bildchen im Palast Borghese 
und, wenn ich recht unterrichtet bin, in der Sammlung Al- 
dobrandini. Von dem Grafen von der liopp erwarb es das 
Berliner Museum um das Jahr 1829. Flrsterer liess ei- 
nen Umriss davon stechen. Klein 4.  
Gleich der Madonna der Gräfin Alfani, ist auch die 
eben beschriebene in ihren wesentlichen 'l'heilen einem Vor- 
bild vom Perugino nachgeahmt, denn die Sammlung des 
Erzherzogs Karl in Wiien besitzt einen Entwurf von letzte- 
rem, der bis auf das Kind, welches einen Pergameutstrei- 
fen hält, und der einen Hand der Maria, welche das Fiiss- 
chen des Kindes fasst, im übrigen mit (lem Bilde RafaePs 
übereinstimmt. Lithographirt wurde die Zeichnung in dem 
schönen Werke von Mannsfeld K" C. der lithographirten Fac 
Simile von Zeichnungen alter Meister. Eine Radirung da- 
von, Gegenseite, fertigte C. A. Favart 1818. Vielleicht ist 
diese Zeichnung dieselbe, welche einst Richardson d.  
besessen, die er aber dem Rafael zuschrieb. Denn Richard- 
son der J. bezeugt in seinem Werke III p. 304, dass er 
im Palast Borghese in Rom ein Bild mit lebensgrossen Fi- 
guren von Perugino gleich jener Zeichnung, die sein Vater 
besessen, gesehen habe. 
Noch ist anzufnhren, dass eine Copie, genau wie das 
Bild in Berlin, sich in einem ausgezeichnet kostbaren Rah- 
men im Palast Filiplmo Donini zu Perugia befindet, daher es 
wahrscheinlich wird, dass urspriilnglich daselbst das Origi- 
nal aufbewahrt wurde. 
Altarblatt 
G17. Die Krönung Mariä. 
mit Predella für die Kirche S. Francesco. 
Von Holz auf Leinwand 
übertragen. 
Hoch 
12 Palm 
. Das Bild zerfällt in zwei Theile: der obere zeigt die 
auf Wolken sitzende heilige Jungfrau mit demnthsvollem 
Blick und gefaltenexl Händen, wie der Heiland rechts ne- 
ben ihr im Begriff ist, ihr als Himmelskönigin eine goldne
        

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