Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1517662
des 
Bibievza. 
CaTdi-nal da 
283 
poäte  lent und vil. Landon in seinen Nouvelles des 
Arts 1802 p. ÖÜ gibt an, dass sich die Malereien in dem 
sogenannten Bad der Livia auf dem Monte Palatino befän- 
den, was nicht nur ganz ilngegrüildet ist, sondern auch um 
so mehr auffällt, als sich daselbst gar keine gemalten Figu- 
ren, Amorine darstellend, vorfinden; eben so wenig kenne 
ich überhaupt antike Vorbilder, denen Rafael bei diesen 
Compositionen könnte gefolgt sein; vielmehr weht durch 
sie alle Rafaelischer Schöuheitssinn auf die anmuthigste 
Weise und wie wir ihn selbst bei den Antiken nur selten 
vorfinden. Unsere Bilder beziehen sich auf Amor's IIerr- 
schaft, wie in den höhern Wesen, so auch in den Geschö- 
pfen niederer Organisationen. Die uns erhaltenen sechs Dar- 
stellungen sind folgende: 1) Amor, auf einem musehelarti- 
gen Wagen stehend, hält in der Rechten einen Pfeil und 
in der Linken die Zügel, an die ein paar Schmetterlinge 
gespannt sind-Q) Amor, auf einem Flosse stehend, stösst 
den Dreizack nach zwei vorgespannten Delphinen. _3) Amor 
in einem Rennwagen schwingt ein Rohr nach ein paar 
Schwänen.  4) Amor, auf dem Wasser in einer geölfne- 
ten Muschel fahrend, treibt mit einem Wurfspiess die zwei 
Schildkröten an, welche er am Zügel hält.  5) Amor, in 
einem Büdchen mit Rollen versehen stehend, zügelt ein 
paar Schlangen, indem er sie mit einem Palmzweig, dem 
Friedenssymbol, beherrscht.  G) Amor steht auf einem 
Gestelle mit einem Sitz und hält die Zügel zweier Schnecken, 
die langsam ihre Bahn verfolgen. 
Kupfer s tich e: Nach Zeichnungen von Macstri und farbig 
von Coqneret gedruckt, Paris 1802. quer fol.  Radirt und 
colorirt von Mich. Aug. Jllaästri in Rom. quer fol.  Von 
demselben auch in nncolorirten Badirungen mit einem Titel- 
blatt, worauf die Angabe, wo sich die Malereien befinden und 
Dedication an den Cardinal Leonardo Antonelli.  Pirroli in 
Umrissen chez Piranesi a Paris 1802. quer fol.  Chapuy. 
quer fol.  Landen N. 179- 181. 
222. Cupido und Pan. 
Der bocksfüssigc Gott ringt schcrzend mit dem liebli- 
chen Knaben, der seinen Köcher mit Ptßlen an einen bei
        

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