Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1517627
des 
Bibiezzu. 
Carzlinal du 
279 
amdere sitzt, der dritte liegt und der vierte mit einem Sa- 
tyr riligelld spielt. Das achteekige Mittelfeld zeigt auf 
Goldgrund eine Landschaft, in der einige Bäume und zwei 
Figuren; vier dasselbe umgebende kleine Felder enthalten 
Figuren auf antiken Wlagen, die mit rennenden Pferden 
oder Stieren bespannt sind; und acht oblonge F eldchen 
'l'l1iergestalten, z. B. einen Löwen und eine Harpye, die 
einen Schwan zerreisst. In einem der vier länglichen Eck- 
felder erkennt man noch eine halbe Figur, die andern Bild- 
chen sind erloschen, wie denn überhaupt alle mehr oder 
weniger beschädigt, öfters muthwilliger Weise verstümmelt 
sind. Die sieben grösserexi Wandbildchen enthalten fol- 
gende Gegenstände mit etwa 15 Zoll grossen Figuren sorg- 
fältig in Fresco von guten Schülern RafaePs gemalt. 
214. 
Die 
Geburt 
der 
Venus. 
Fgescobild. 
Hoch 
15H. 
Aphrodite Anadyomene entsteht aus dem Schaum des 
Meeres; sie ist fast vom Rücken gesehen, steigt mit dem 
linken Fuss auf eine schwimmende Muschel, und sieht er- 
staunt umher in das weite Element, ihre langen Haare mit 
der Linken fassend. Oben in Wolken sieht man, wie Kro- 
nos den Uranus mit einer Sichel entmannt, damit kein 
Sprössling mehr von ihm zu erwarten sei, die Erde nicht 
wieder der rohen Gewalt von Titanen anheimfalle. In der 
Figur der Venus hat Rafael alle Reize der Zeichnung ei- 
nes jugendlichen weiblichen Körpers zu entfalten gesucht und 
dem Ausdruck und der Stellung eine Unbefailgenheit gegeben, 
die eine noch unschuldige Jugend vortrefflich bezeichnet. 
Kup ferstiche: JIIa-rco da Ravenna, Bartsch XIV N. 323.- 
Piroli in Umriss. kl. fol.  Micla. Aug. Jlfllßsml- fol- und C0- 
lorirt.  Der Inspector Frenzel, im Catalog der Kupferstiche 
des Grafen Sternberg  Manderscheid, Dresden 1836, 61'- 
Wähnt unter N. 2884 einen Stich, den er von Marc Antlmiv 
glaubt und der in der Ecke links mit dessen Täfelchen be- 
zeichnet ist. Dieses Blatt sei eine grosse Seltenheit.  Lan- 
don N. 177.
        

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