Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1517594
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Rufu cl i sehe 
Tapeten 
kaufen, da aber der I-Iandel nicht zu Stande kam, sollen 
sie wieder auf den Continent zurückgewandert sein. 
In Broughton-Ielall, dem ehemaligen Sitze der Herzoge 
von Montague, jetzt dem Ilerzog von Buccleugh gehörig, 
befinden sich sieben Tapeten nach den Cartons in Hampton- 
Court; fünf darunter sind in derselben Grösse, zwei aber 
schmäler und nur Theile der Compositionen: In der Dar- 
stellung, wo Christus dem Apostel Petrus das Hirtenamt 
übergibt, sind nur drei Figuren, und im Tod des Ananias 
"ist auch der Gegenstand geändert, indem Statt Ananias 119g- 
sen Frau todt zu Boden fallt. Die Ausiührung der 'l'ape- 
ten ist nicht vorzüglich. Der Sage nach sind diese Tep- 
piche ein Geschenk des Königs von England an den Her- 
zog von Beaumont, als er aus Frankreich kam. 
in Burleighhouse, dem Landsitz des Marquis von Exe- 
tcr, befinden sich drei 'l'apeten aus derselben Folge. 
Und in Abbey Forde in Devonshire, dem Landsilze 
des Hrn. Gwynn, sieht man vier Stücke und ein halbes. 
Nämlich die Übergabe der Schlüssel, den wundervollen 
Fischzug, die Heilung des Lahmen, Paulus und Barnabas 
in Lystra und die halbe 'l'apete mit dem Tod des Ana- 
nias  
In Dresden bewahrt man sechs Tapeten derselben 
Folge  welche man durch folgende Veranlassung wieder 
auffand: Der Cardinal Albani hatte dem Maler Casanova in 
Rom gesagt, dass nach einem Document in Rom sich in 
Dresden sieben Tapeten nach den Cartons von Rafael be- 
linden müssten, welche Leo X für den Kurfürsten von 
Sachsen in Arras habe weben lassen. In einer im Jahr 
1814 in Dresden gehaltenen Vorlesung theilte Casanova 
diese Nachricht mit, worauf der Ober-Hofmarschall Ba- 
ron "von Baknitz nachsuchen liess und wirklich sechs der 
'l'apeten aufgerollt in einem Dachzimmer des Palastes fand. 
Sie wurden nun sorgfältig gereinigt und aufgehängt. Die 
-21O, und das 
Januar 1833. 
1) Siehe W. Gunn Cartonensia p. 209  
Museum, Blätter für bildende Kunst vom 21. 
Berliner
        

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