Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515003
DON. 
1500 
bis 
1504. 
17 
der Königsleute mit Kamelen und Pferden. Oben auf einer 
Wolke stehen drei Engel, die von einem Pergameutstreifen 
das Gloria singen. Der breite Rand von gelbem, mit Gold 
punctirtem Grund hat reliefartige, graue Verzierungen. 
Oben in der Mitte sieht man in einem umstrahlten Kreis 
das lHS_ (in hoc Signo  und in den vier Ecken befin- 
den sich die halbe-n Figuren, oben zweier Sibyllczi, unten 
des h. Benedict und der h. Scholastica. Im untern Rande 
llmgibl, das Wappen der Familie Ancajaxii mit Bischofsmütze 
eine basreliefartige Verzierung mit zwei Seepferden, wor- 
auf Tritone und Amorine reiten, Seesatyrn und Nymphen, 
welche die Lyra spielen und sich im" freudigen Zuge be- 
u-Qgem Die Seitenornarnente, welche von einer andern 
Hand als das Ubrige gemalt scheinen, stellen Candelaber 
vor, die einen Knaben tragen. Siehe I S. 66. 
Rafael malte dieses Bild in Auftrag des Abtes Anca- 
jam; Aneajani, der dem Kloster von Ferentillo von 1478 
bis 1503 verstand, für dessen Kirche S. Pietro. Es blieb 
daselbst bis zum Jahr 1700. Da es aber durch Feuchtig- 
keitlitt und mehrere Farben, besonders das Schmaltblaue, 
sich abzulösen anfingen, so liess der Abt Decio Ancajani 
durch D0me11ic0 llilichelini es mit einer neuen Leinwand un- 
terlegen und verschaffte sich auf Vorstellungen der Maler 
Masucci und Sebastiano Conca bei der heil. Congregation 
zu Rom die Erlaubniss, es zur bessern Erhaltung in der Ca- 
pelle des Palastes Ancajani zu Spoleto aufstellen zu dürfen, 
für den Altar der Kirche zu Ferentillo aber eine Copie 
durch Seb. Conca fertigen zu lassen. Diese Erlaubniss 
wurde ihm unterm 18. September 1733 mit Unterschrift 
des Cardinals Francesco Barberini ertheilt. Im Iahr 1825 
liess die Familie Ancajani das Bild nach Rom bringen, W0- 
selbst es mehrere Jahre in der Engelsburg, darauf im Pa- 
last 'l'0rl0uia ausgestellt war, bis im Jahr 1833 der Ankauf  
desselben um G000 Scudi romani für das Berliner Museum 
erfolgte.  
Obgleich nun in diesem interessanten Jugendwerke Ra- 
faefs noch manche 'l'heile, besonders Köpfe und Hände 
äuälerhalten sind, so wurde es doch durch das Abblättern
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.