Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1517414
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Die 
T (lpete 
Landsitze der Herzogin von Dorset. Siehe Stuttgarter Kunst- 
blatt 1820 N. 12. 
Copien nach den Cartons fertigte ferner Sir James Thor-n- 
hill in die Art aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts über- 
tragen. Im Jahr 1800 schenkte sie der verstorbene Francis 
Herzog von Bedford in die Sammlung der königlichen Akade- 
mie der bildenden Kiinste in Summersethozise. 
Andere Copien, ein Viertel von der Grösse der Ori- 
ginale, gleichfalls von Tlzornhill, besitzt die Sammlung von 
Christ-Church-College zu Oxford. Sie sind ein Geschenk des 
Herzogs von Marlborough an die Universität. 
Auch in Frankreich befinden sich Copien nach sechs der 
Cartons, welche Ludwig XIV, wahrscheinlich als er die Ori- 
ginale nicht erhalten konnte, durch Jllynard, Boullogite, Blanclzet 
u a. machen liess, um Gobelins nach ihnen wirken zu lassen. 
S0 sollen auch in der Kathedrale zuMeaiax sechs Copien nach 
den Cartons aufbewahrt werden, welche Maria Leszinka da- 
hin geschenkt oder nur deponirt hatte. Siehe Stuttgarter Kunst- 
blatt vom September 1830. 
Dass übrigens schon viel früher, wahrscheinlich von Nie- 
derländern, Copien für Tapetenfaibriken gemacht wurden, bezeu- 
gen mehrere noch erhaltene Fragmente, die in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts ausgeführt zu sein scheinen. So in der Pariser 
Sammlung der Zeichnungen, wo zwei Köpfe in schwarzer Kreide 
gezeichnet und colorirt aus dem Tod des Ananias, und ein dritter 
aus der Darstellung: Weide meine Schafe. Ferner besitzt der 
Hofmedailleur Hr. J. D. Böhm in Wien drei Fragmente nach dem- 
selben" Carton mit acht Köpfen der Apostel. Sie sind meister- 
haft schön mit Kohle umrissen und mit Wasserfarben aquarel- 
lirt. Der verstorbene Graf Fries in Wien erstand sie von de 
Poggi, der sie aus England mitgebracht haben wollte. Er ge- 
noss dafür eine Leibrente von 500 Gulden. 
202. Die Krönung Mariä. 
'l'apetc für den Altar der Sixtinischen Capelle. 
Auf einem erhöhten, nischenförmigen 'I'hr0ne sitzt 
Maria mit gefaltenexl Händen anbetend neben Christus, wel- 
cher mit der Rechten eine Krone über ihr Haupt hält. 
Oben schwebt in einer Glorie, von vier Engelknabexi umge- 
ben, der segnende Gott Vater; unter ihm schwebt der hei- 
lige Geist in Gestalt eincrTaube, von goldnen Strahlen um-
        

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