Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514971
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Genzälde 
Die 
Taufe 
Christi. 
Die 
Auferstehung. 
im 
Besitz 
des 
Königs 
Baiern. 
Diese Bildchen scheinen ehedem als Altarstaifel zu ei- 
nem Bilde von Perugino gedient zu haben. Longhena p. ll 
sagt, es seien dieselben Compositionen wie die der Predella 
von Perugino aus S. Pietro maggiore, jetzt in Rouen. Da 
ich sie nicht gesehen, so wiederhole ich hier, was C. F. von 
Rumohr in den Italienischen Forschungen S. 40 darüber be- 
richtet: „Die Auferstehung des Erlösers. Obwohl 
die Figur des Heilandes, welcher hier nicht schwebt, son- 
dern auf dem- Rande des Grabes steht, an verwandte Mo- 
tive des Perugino erinnert, so ist doch das Antlitz beseel- 
ter, in den Formen des nacktenOberleibes, besonders je- 
doch in den Händen mehr unmittelbare Beobachtung und 
Kenntniss der Natur, als in den besten Arbeiten des Pietro 
sich je verräth. Wenn die schlafenden Soldaten ihm frei 
nachgeahmt sind, .s0 ist doch der iliehende im Mittelgrund 
neu, die Landschaft reicher, mehr Kraft und Klarheit in 
der Carnation. Auf dem Schilde des einen Wächters zei- 
gen sich Spuren der Worte: RAPHAEL SANTIVS. Indess ist 
ihre Echtheit der Übermalung willen zweifelhaft, Auch 
piiegen auf den Altarstatfeln die Aufschriften nicht ange- 
bracht zu werden. 
Mit diesem Bilde zugleich ward aus dem Hause Inghi- 
rami zu Volterra im Jahr 1818 ein gleich grosses, die 
Taufe Christi erstanden; beide scheinen, ihrer öligen 
Überzüge ungeachtet, a tempera gemalt zu sein; vielleicht 
weil sie, obgleich in Öl, doch wie a tempera behandelt 
sind, was in den frühern Arbeiten Rafaelis nicht ohne Bei- 
spiel ist. Gewiss sind beide Überreste einer Altarstaifel 
von besonders "sorgfältiger Behandlung und ungewöhnlicher 
Höhe; denn an der Rückseite waren, als ich sie sah, Spu- 
ren der Säge bemerklich, welche das früher stärkere Bret 
in seiner Dicke durchschnitten hatte." 
Hr. von Bumohr erwähnt noch an demselben Orte die 
Zeichnung eines Christnskolwfes auf grundirt Papier mit Sepia,
        

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