Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514960
ZJ 071 
bis 
1500 
1504. 
13 
Studien zu dem Gemälde. 
a. Einen Federentwurf zum Torso" der Figur des Chri- 
stus und zu der trauernden Maria bewahrt die Sammlung des 
Erzherzogs Karl in Wfien, A Bartsch hat eine Nachbildung 
nach ihm gestochen. Siehe in meinem VCYZ- NO- 137- 
b. Studium zum Johanneskopf in schwarzer Kreide. In 
dem Nachlass Wicar zu Lille. Verz. N0. 496. 
In der kleinen Kirche von Battaglia bei Urbania hat 
FPIIIICESCO Oliva, Maler aus Urbino, der unter Clemeus Xi 
lebte, unser Bild in Fresco schlecht copirt. Siehe darüber „N0- 
tizie storiche del Crocefisso di Battaglia presso Urbania. An- 
C0113 1700-" Mit einer Abbildung desselben als Titelblatt. 
Giacomo Illancini aus Citta di Castello behauptet in einer 
Mittheilung im Giornäle Arcadico, dass nach, einem nun verlo- 
ren gegangenen Manuscript bei der Familie Gavari obiges Al- 
tarblatt eine Predella. gehabt habe, und dass er davon einen 
Theil, eine Verkündigung zu besitzen glaube. Allein die- 
ses Bildchen ist aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und zeigt 
in keiner Hinsicht, und am wenigsten die frühere Rafaelische 
Art und Weise. 
8. Madonna aus der Sammlung Solly. 
Auf Holz. Hoch 1' 8", breit 1' 3". 
Maria liest in einem Buche, welches sie mit der Rech- 
ten hält. Mit der Linken fasst sie das eine Fiisschen des 
auf ihrem Schoose sitzenden Kindes an, welches in der 
Linken einen Stieglitz haltend, zu dem Buch emporblickt. 
Hintergrund Landschaft. Kniestiick. Siehe I S. 65. 
Die noch ganz Peruginische Behandhmgsweise, der 
rundliche Mund der Maria, die schwache Zeichnung und 
Modellirung des Nackten, die stark lasirten Gewänder, die 
leuchtende Ferne und der tiefe Ton des Mittelgrundes in 
der Landschaft haben eine grosse Übereinstimmung mit 
der Behandlungsart in dem Bilde des Crucifixes beim Car- 
dinal Fesch. Ich glaube es daher um dieselbe Zeit, um 
1500 entstanden. 
Das im Ganzen wohl erhaltene Bildchen soll aus einem 
gräliich Modenesisehen Hause nach Mailand gekommen Sein. 
Mit der Sammlung Solly gelangte es ins BerlinerMuseunz, 
Wo es mit N0. 223 bezeichnet ist.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.