Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516848
Clarlstus 
und 
die 
Apostel. 
201 
127. 
Christus 
und 
die 
Apostel. 
In 
der 
Sala 
vecchia 
Palafrenieri. 
Schon wurde im ersten Theil S. 267 berichtet, dass 
jetzt von diesen einst in grüner Erde gemalten Gestalten 
nichts vom Ursprünglichen mehr zu sehen ist, da sie bei 
der Herstellung durch 'l'addeo Zucchero nicht allein über- 
arbeitet, sondern nach dessen Geschmack ganz neu gemalt 
wurden. Die von Giovanni da Udiue im Frics gemalten 
'l'l1iere sind gänzlich verschwunden, nur über der Eingangs- 
thüre sieht man noch einen grau in Grau gemalten Johan- 
nes den 'l'äufer, als Knabe, zu dessen Seiten zwei Papa- 
geien sitzen, welche von genanntem Schüler Rafaefs her- 
rühren dürften. Siehe darüber Vasari im Leben des Gio- 
vanni da Udine IX p. 33. Taja Descrizione del palazzo V78.- 
ticauo p. 118 und Bottari Dialoghi sopra le belle Arti 
p. 309. 
Auch die farbig in Fresco auf die Pfeiler der Kirche 
S. S. Vincenzo ed Anastasio alle tre Fontane bei S. 
Paul vor Rom gemalten sApostel sind so fiberschnliert, dass 
man nur im Allgemeinen erkennen kann, dass die von Marc 
Antonio gefertigten Kupferstiche als Vorbilder dienten; 
denn dass Rafael oder einer seiner Schüler diese Malereien 
sollte ausgeführt haben, wie man angenommen hat, scheint 
unbegründet und ist um so weniger wahrscheinlich, als auf 
die zwei letzten Pfeiler eine Taufe Christi und ein der 
lilagdalena erscheinender Christus gemalt sind, die ei- 
ner spätern Kunstepoche angehören und in jeder Ilinsicht 
mittelmässig sind. Der Apostel Paulus  aus der Compo- 
sition der fünf Heiligen genommen. Über die dreizehn 
Blätter von Marc Antonio, Christus und die 12 Apostel 
darstellend, enthält der Deutsche Mercur vom Jahr 1791 
folgende Ansicht von Göthe:  Die Aufgabe, einen verklär- 
ten Lehrer mit seinen zwölf ersten und vornehmsten Schü- 
lern, welche ganz an seinen Worten und an seinem Dasein 
hingen und grösstentheils ihren einfachen Wandel mit dem 
Märtyrertode krönten, gebührend vorzustellen, hat er (Ra- 
fael) mit einer solchen Einfalt, llflannichfaltigkeit, Ilerzlich-
        

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