Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516748
Der 
Leo's 
Sclzzvur 
III. 
191 
ter den Bischöfen, die stehend ihre Mützen halten, drängt 
sich die zahlreiche Menge und im Vordergrund vor den 
Stufen des Altars befinden sich einige der Wachen und 
Kolbenträger im Costuixi aus dem Anfang des 16. Jahrhun- 
derts. Diese Darstellung, welche mehr eine Feierlichkeit, 
denn eine durch Bewegungen des Gemüths veranlasste Hand- 
lung zeigt, ist aus dieser Ursache wenig ansprechend, 0b- 
gleich in der Anordnung ganz des grossen Meisters würdig. 
Die Ausführung scheint einem seiner Schüler anzugehören; 
da die Malerei indessen sehr gelitten hat und stark überar- 
beitet wurde, auch eine nur sehr ungünstige Beleuchtung 
durch den Reflex min Fussboden erhält, so ist hierüber 
schwer zu urtheilen. Siehe I S. 259. -ln der Fensterlei- 
bung liest man neben dem Mediceischeil Wappen LEO. X. 
PONT. MAX. ANNO. CHRISTI. mcccccxvn  PONTIFICAT. svI. 
ANNO 
IIII. 
Kupferstiche: Franc. Aquila. gr. 
turae etc.  Aloisius Fabri. gr. quer fol. 
B1 
xtt für seine 
Landon N. 
Pic- 
307. 
122. 
Die 
Krönung 
KarTs 
des 
Grossen. 
Etwas vom Vorgrunde entfernt sitzt Papst Leo III (un- 
ter dem Bildniss des X. dieses Namens) und ist im Begriff 
die Kaiserkrone auf das Haupt des vor ihm knienden Karl 
des Grossen zu setzen; hier das Bildniss Königs Franz I, 
in Anspielung auf den Vertrag, welcher zwischen beiden 
Herrschern im Winter 1515 auf 1516 zu Bologna geschlos- 
sen wurde. Ein Knabe in der Kleidung eines Pagen hält 
die Königskrone; es ist das Portrait des kleinen Ilippolyto 
de' Medici, eines natürlichen Sohns des Giuliaxio. Zu bei- 
den Seiten der feierlichen Ilandlung sitzen viele Cardinal- 
Bischöfe mit ihren Schleppträgeril (Caudatarj) und in der 
Mitte im Grund des Bildes sieht man einen jungen Krieger 
mit gekröntem Helm, den Montaguani mit vieler Wahrschein- 
lichkeit, als Pipin bezeichnet, welchem damals der Papst die 
Salbung ertheilte. Neben dem Altar, dem 'I'l1r0n gegenü- 
ber, ist eine Bühne für das Sängerchor errichtet, und vor 
diesem tragen einige Männer kostbare Gefässe: Geschenke
        

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