Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514932
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Genzülzle 
trag der Farben. Eine jede Leinwand ist etwa 5Fuss hoch 
und 3 Fuss breit. 
Die älteste Nachricht über diese ums Jahr 1500 für 
die Kirche S. 'I'rinitä zu Citta di Castello gemalte Kirchen- 
fahne befindet sich in den „Fi0ri vaghi", im Jahr 1627 
gedruckt, p. 179, wo es heisst: .„Chiesa della 'l'rinitä: ll 
Gonfalcne con la Santissima Trinitä da una parte, e delP 
altra quando di Adamo fu formato Eva, dipinto da Rafa 
faello d'Urbin0." Als eine ehemalige Fahne, vonRafaeLge- 
malt, die nun auf zwei Altären aufgestellt sei, erwähnt sie 
auch Francesco Lazzarii in seiner „Serie de' Vescovi di 
Cittä di Castello." Fuligno 1693. p. 285. 
Jetzt hängen beide Bilder getrennt an der Wand der 
Kirche, und wurden, um sie sicherer zu erhalten, aber zu 
ihrem grosseu Nachtheil, mit einem Firniss überzogen, der 
sie ganz unscheinbar gemacht hat. Siehe I S. 60. 
Die 
Krönung 
des 
Nicolaus 
VOIl 
Tolentino. 
Nach Vasari, Lanzi und Pungileoni war das Altarblatt 
für die Kirche S. Agostino in Citta di Castello mit obigem 
Gegenstand eines der friihsten Werke RafaePs. Beide letz- 
tere beschreiben es folgendermasseil: LanzinStoria pittorica 
dell' Italizff, im dritten Buch: .„ln Cittä di Castello hörte 
ich, Rafaelhabe im siebenzehnten Jahre den h. Niccolö da 
'.l'olentin0 bei den Eremitanern gemalt. Der Styl war Pe- 
ruginisch; aber die Composition nicht die damals gewölnl- 
liche: Ein Thron inlserer lieben Frauen mit Heiligen um- 
her. Er stellte hier den Seligen dar, welchem Maria und 
der h. Augustin zum Theil in eine Wolke gehüllt die Schläfe 
mit einer Krone umvsinden; zwei Engel ihm zur Rechten, 
zwei zur Linken, schön und in verschiedenen Bewegungen, 
mit verschiedenen gefaltenen Zetteln, worauf einige Worte 
zum Lobe des heiligen Einsiedlers zu lesen; oben der himm- 
lische Vater prachtvoll ebenfalls in einer Glorie von En- 
geln. Die Personen sind wie in einem Tempel, dessen Pi- 
laster mit kleinen Arbeiten in Mantegnzfs Art verziert sind, 
und in den Falten der Gewänder ist noch zum Theil der 
alle. zum 'I'heil ein verbesserter Geschmack; so auch im
        

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