Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516695
186 
Genzälcle 
UOIZ 
1513 
bis 
1516. 
zwar, dass sich zu des Lanzi Zeiten die Copie bei der Fa- 
milie Leopardi zu Osimo befunden habe; allein Lanzi im 
Leben des 'I'addeo Zuechero spricht nur von einer von die- 
sem gemalten Geburt Christi, welche früherhin der Herzog 
von Urbino besessen, ohne irgend nur zu vermuthen, dass 
es besagte Copie nach Rafael sein könne. SieheI S. 257. 
Unser verschollenes Bild hat zu manchen irrigen An- 
gaben Anlass gegeben: S0 erschien von Giacomo delli As- 
cani eine Beschreibung eines Gemäldes der Anbetung der 
Hirten in französischer Sprache mit einer Dedication an 
Ludwig XV, welche S. M. Rangoni, ins Italienische über- 
setzt, in Bologna l72ÜJ1erausgegeben, in welcher behaup- 
tet wird, das Gemälde sei das so lange vergeblich gesuchte 
Bild der Grafen von Canossa. Von (70771. Blövnert er- 
schien 1'720 gleichfalls ein sauberer Stich in Querfol. nach 
ihm. Desgleichen ein anderer von Pietro (lcl Po. Aber 
Mariette, der ein Kenner war, erklärte das Bild für ein 
Werk des Andrea Schiaeone, welche Angabe auch, nach 
dem Kupferstich zu schliessen, seine volle Richtigkeit hat. 
hn Jahr 1828 besass es der Ingenieur Serantonj zu Genua l). 
In der Beschreibung „Quelqnes 'l'ableaux italiens et  
espagnols de la Colleetion de Mr. le Comte Frangois de 
'l'hurn et Valsassi etc. Vienne 1894" kommt eine Geburt 
Christi vor, welche gleichfalls als die aus dem Hause Ca- 
nossa angegeben wird. Sie ist jetzt im Besitz des Grafen 
1) Derselbe zeigte damals in Genua noch zwei andere dem Ra- 
fael zugeschriebene Bilder: Maria mit dem Christkind an der 
Brust. In der Landschaft sieht man eine Aloe. Das Bild soll aus 
RafaePs erster Zeit sein. Hoch 1' 7" br. 1' 7'" auf Holz. Das an- 
dere Gemälde stellt die Matter des Apostels Andreas dar, 
In einer Nische steht eine Jupitersstatixe. Es soll in der Art des 
Giulio Romano behandelt sein. Auf Holz. Hoch 1' 5" br. 3' 2". 
Dergleichen Bilder, die wie Pilze und unter grossem Posaunenschall 
ans Licht tretenQaber eben so schnell in Nichtachtung znrücksixi- 
ken, gibt es viele, die aber in diesem WVerke nicht beschrieben sind, 
und auch obige würden hier keine Erwähnung finden, wenn nicht 
eine gedruckte Abhandlung: "Nlemoria di tre quadri originali di Ra- 
"laele che fanno collezione alle sue tre maniere" über dieselben er- 
schienen wäre.
        

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