Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516680
Die 
Geburt 
Christi. 
185 
102.  Grösseren Ruf erhielt diejenige Copie, welche Nlco- 
laus Ponssin in Bologna für Hrn. von Chantelou erstand. A115 
der Sammlung de Launay kam sie in die Gallerie Orleans und 
beim Verkauf der letztem erstand sie Lord Berwick um L. 
800.--Jetzt bewahrt sie Si-r Thomas Baring in seiner werth- 
vollen Gallerie zu Stratton. Gest. von Nie. de Larmessin fürs 
Cab, Crozat. fOL  F, Poilly, ohne Figuren in der Land- 
schaft gx; fo], 1, Abdrücke mit A. Herant exc., spätere mit P. 
Mariette exc.  Eine alte Copie befindet sich auch in der 
Sammlung der Wiener Akademie. 
Ludwig XIV liess nach dem Bilde einen Carton mit le- 
bensgrossen Figuren machen, um Tapeten nach demselben 
wirken zu lassen. Wahrscheinlich ist es der nämliche, der sich 
in England zu Broughton, dem ehemaligen Landsitze der 
hlontague, jetzt dem Herzog von Buccleugh gehörig, befindet. 
Er ist in- schwarzer Kreide gezeichnet und colorirt. Die Haupt- 
composition umgibt noch ein Chor von Engeln, die, so verschieden 
sie auch von RafaeVs Art sind, dennoch gegen die schlechte 
Zeichnung des übrigen nicht allzusehr abstechen.  
119. 
Die 
Geburt 
Christi. 
Das nun, verschollene Bild beschreibt Vasari folgender- 
massen: „Nach Verona sendete er ein grosses Bild von 
derselben Güte (wie die Vision des Ilesekiel) an die Gra- 
fen von Canossa, in welchem eine überaus schöne Geburt, 
mit einer Morgenröthe (Aurel-a), die sehr gelobt wird, wie 
auch eine S. Anna und überhaupt das ganze Werk, das 
man nicht besser loben kann, als indem man sagt, dass es 
von der I-Iaud RafaePs von Urbiuo sei. Daher wird es 
von den Grafen sehr hoch gehalten und sie wollen es nie 
ablassen, so hoher Preis ihnen auch von vielen Fürsten da- 
iiir geboten wurde." Noch berichtet derselbe Schriftsteller 
im Leben des T addeo Zucchero: „Als der Herzog von Ur- 
bino, damals General der Venetianer, die Festungswerke 
von Verona zu besichtigen hatte, nahm er den Taddeo mit 
sich, welcher ihm das Gemälde von der Hand RafaePs im 
Haus der Grafen von Canossa copirte." Aber ebenso wie 
vom Original, ist auch von der Copie alle Spur verloren 
gegangen und selbst kein Kupferstich hat IIIIS ein Abbild 
von der Composition aufbewahrt. Longhena p. 158 sagt
        

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