Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516608
Lorenzo 
Medici. 
177 
ab, um in Savoyexl seine Gemahlin zu heirathen. Au dem_ 
selben 'l'ag starb der König von Frankreich." (Er starb 
am 1. Januar, Leonardo aber erfuhr wahrscheinlich die 
Nachricht erst am 9. Januar.) 
Eine Copie unseres Portraits in Fresco gemalt, aber nur 
der Kopf, befindet sich, ich weiss nicht woher, in der Samm- 
lung des Cav. Vincenzo Camuccini in Rom, wird aber jrrig 
für das Bildniss des Marc Antonio Raimondi gehalten. 
115. 
Portrait 
des 
Lorenzo 
Medici. 
Geb. 
1492 1' 
1519. 
Er war des Pietro de" Medici Sohn, und tiihrte, aber 
ohne Ruhm, nach des Giuliano freiwilliger Resignation, die 
Regierung von Florenz. Durch seine. Vermählung mit Mag- 
dalena de la Tour von Boulogne ward er mit dem königlich 
französischen Hanse verwandt. Die Geburt seines einzigen 
Kindes, Cattariua de' Medici, die nachmalige Gemahlin 
Ilcinriclfs II Königs von Frankreich, kostete der Mutter das 
Leben. Auch Lorenzo starb wenig 'l'age darauf an einer 
Krankheit. Sein Grabmal von Michel Angele steht gegen- 
über dem seines Oheims Giuliano. Siehe I S. 258. 
Wohin das von Rafael gemalte und von Vasari er- 
wähnte Portrait des Lorenzo gekommen ist, darüber habe 
ich nichts mit Sicherheit erfahren können. Ein Portrait 
des Lorenzo de' Medici, welches aus der Erbschaft des 
Tragikers Alfieri in Florenz an den Maler Franc. Xaver 
Fabre in llllonlpellier und von ihm in das dortige Mu- 
seum gelangte, wird von Einigen für das fragliche Bildniss 
gehalten; Andere zweifeln daran, namentlich will man es in 
Florenz nicht zugeben. Ich habe es nie gesehen. 
Im Museum Fahre in Montpellier ist noch ein anderes 
Portrait eines bärtigen Mannes auf Leinwand gemalt, wel- 
ches gleichfalls dem Rafael zugeschrieben wird. Es befand 
sich bis zum Jahr 1824 in einer Villa bei Siena, und wurde 
mit andern Bildern von geringem Wcrth eillefll FIOPCIIÜIIEP 
Maler, welcher die Zimmer jener Villa decorirt hatte, an 
Zahlungsstatt gegeben. Herr Fahre erstand es um einen ge- 
ringen Preis, worüber es nachher zu mancläe; Mlshellig- 
II. 
        

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