Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516304
Heil. 
Fcnnilic 
Neapel. 
in 
147 
Derselbe Carton hat wohl dem Freunde RafhePs, Domenico di 
Paris Aßani, gedient, als er das schöne _Altarblatt für die 
Kirche der Sapienza vecchia in Perllgia austiihrte, denn der 
obere Theil der auf einem Thron sitzenden Madonna, von zwei 
Heiligen umgeben, ist unserer Composition entlehnt. Im Saum 
des Kleides steht die Inschrift: A0. n. MDXVIII. nomßnxcvs. 
FECIT. 
  Alte Copien nach dem Bilde. -  
a) Im Palast Borghese in Rom, angeblich von G-iulio R0- 
mano.  
b) In demselben Palast, von Sassoferrato. 
c) Im Palast Albani in Rom. 
d) In (IerSzumnIung der Akademie Carmra zu Bergamo. 
e) In der Gallerie des Fürsten Exlerlzagy von Galanflza in 
Wien, dem T imoteo Viti zugeschrieben. Gest. von Jos. Ber- 
kowitz  Von der Gegenseite radirt von Legran. 
99. Die heilige Familie in Neapel. 
Auf Holz. Hoch _5 Palm 3" br. 4 P. 8". 
Maria auf dem Boden sitzend, ist fast im Profil gese- 
hen und betrachtet mit gefaltenen Händen das auf ihrem 
Schoos sitzende Christkind. Die neben ihr sitzende Elisa- 
beth hält dessen rechtes Händchen zum Segen gegen den 
vor ihm knienden kleinen Johannes; dieser hat in der Rech- 
ten sein Kreuzchen und hält verehrend die Linke auf die 
Brust. In den Gebäulichkeiten des Grundes wandelt Jo- 
seph. "Das noch vortrefflich erhaltene Bild ist ganz _oder 
doch in allen Haupttheilen von Rafaefs Hand ausgeführt. 
Besonders schön gezeichnet und modellirt sind Maria und 
das Jesuskind; auch Elisabeth ist voll Liebe und Würde im 
Ausdruck. Der allgemeine Ton ist mild und klar, aber 
kräftig in den Schatten. Die Carnation des Christkindes 
und auch die der Maria hat einen röthlich WCiSSen Glanz 
in den Lichtern, spielt ins Rothe bei den Übergänge" "lld 
ist in den Schatten von einem klaren, durchsichtigen Ton, 
der ins Graubraune fällt. Bei dem Johannes geht der 
Fleischton in eine etwas stärkere, rothbratme Färbung, bei 
Elisabeth ins Gelbbrarlne. Siehe I S. 187. loi
        

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