Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516279
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Genzäldc 
15071 
1508 
bis 
1513. 
dasselbe gehalten wurde, bis Bottari mit der gegentheiligen 
Ansicht hervorgetreten, welche durch die uutergeschobene 
Vita inedita di Ratfaello da Urbino eine Bestätigung zu er- 
halten schien. Aber noch ein anderer Umstand sollte je- 
dem Kunstforscher sogleich zeigen, wie die Stelle des Va- 
sari zu iverstehen sei: Sicher wird es kein Kenner wagen 
die Entstehung unseres Portraites weiter zurückzusetzen, 
als in das Jahr 1512. Damals war Rafael 29 Jahr alt, das 
Portrait zeigt aber einen Jüngling von höchstens 22 Jahren; 
wie sollte sich aber Rafael jünger gemalt haben, als er wirk- 
lich damals war?  Dagegen stimmt alles vollkommen, 
wenn wir annehmen, dass es den Bindo Altoviti darstelle, 
_der am 26. September 1490 geboren, im Jahr 1512 in sein 
zweiundzwanzigstes Lebensjahr trat. 
Kupferstiche nach dem Portrait, immer als das des 
Rafael angegeben. Jac. Idrey. kl. fol. für die Florentiner Gal- 
lerie gestochen, aber als unecht nicht benutzt.  Gia. Batt. 
Ceccixi. kl. fol. für die Serie degli uoinini i piii illnstri in pit- 
tura etc.  Robert Stravzge gez. 1764, gest. 1787. kl. fol.  
Raph. Jllorglzen. kl. fol.  Carl Bartle. 1816. kl. fol__- Rit- 
ter, Nachstich nach "Morghen.  Ph. Cenci desgleichen  
Joannes Farrugia Melitensis 1822 in einem Oval.  Fusinati 
1829. 8.  Joh. Heinr. Lips. S. zu RafaePs Leben von H. 
Fuessli.  H. John. 12. für die Aglaja.  Lith. von Pilutj. 
gr. fol.  Nic. Strixner. gr. fol.  vorzüglich gez. von W. 
Flacheneckei- lith. v. Jos. Selb. 
Eine alte Copie sah ich im Palast Sarazani zu Sicnm- 
Eine andere in der Sammlung des Cavaliere Cannine Lancelotti 
zu Neapel. 
97. Madonna der Gallerie Bridgewater. 
Von Holz auf Leinwand übertragen. Hoch 31" 9'" br. 22" 3" 
Knieslück. Maria, links gewendet, hält auf ihrem 
Schoos und auf ihrem rechten Arm das die Quer auflie- 
gende Christkind, und legt die Linke auf die Brust. Das 
Kind in lebhafter Bewegung fasst den Schleier der Jung- 
frau mit der Rechten und wendet den Blick aufwärts zur 
Mutter, der dem ihrigen voll Liebe begegnet. Der Hin- 
tergrund zeigt eine Zimmer-wand. Die Zeichnung und Mo-
        

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