Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516253
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Gemälde 
1508 
bis 
1513. 
trice e me insieme." Siehe: Delle Lettere da diverse prin- 
cipesse et altre Sig. a Mons. P. Bembo. Vcnezia 1560. 
Lib. II p. 29 b. Möchte diese Angabe zu weiteren Ent- 
deckungen und völligem Aufschluss über unser Bilduiss 
führen. 
Kupferstiche: Raph. lllorghevz 1809, Raphaelis ami- 
eitia celeberrima la Fornarina. fol.  PIL Cgm-i, kl, fol,  
Bonaini 1832. S. 
In der Gallerie Corsivzi zu Rom ist eine Benutzung un- 
seres Portraits, indem vor dem Frauenbild ein Tisch sichtbar 
ist, auf dem eine Vase steht, als wolle man eine Magdalena 
damit bezeichnen. 
Portrait 
des 
Bindo 
Altoviti. 
Auf Holz. 
Hoch 22" br. 
1611 6m 
Brustbild eines in voller Blüthe stehenden Jünglings 
von etwa '22 Jahren, der über die rechte Schulter aus dem 
Bild heraussieht. Seine blonden, in schönen Massen bis 
auf die Schultern herabfalleuden Haare bedeckt ein schwar- 
zes Barett. Die rechte Hand hält er in jugendlicher An- 
muth auf die Brust. Bis zum Jahr 1808 befand sich das 
Bild im Stammhaus Altoviti zu Florenz. Vom Kihzig Lud- 
wig von Baiewz, damals Kronprinz, um 3500 Zecchini er- 
standen, wurde es nicht ohne Gefahr wegen den Nachsu- 
chungen der Franzosen von Hrn. Johann Metzger, der die 
Einkäufe des Fürsten besorgte, mehrere Jahre hindurch 
versteckt. Jetzt ziert es die Jkliiizcllnzrr Pinakothek. Ich 
sah es sehr wohl erhalten. In der Färbung ist es noch 
glühender und kräftiger, als vorhergehendes Bildniss, erin- 
nert noch entschiedener an des Giorgione Behandlungsweise. 
Siehe I S. 184.  
Dieses schöne Portrait, welches während 250 Jahren 
{m1 der Familie als das des Bindo Altoviti aufbewahrt wur- 
de, erhielt plötzlich nach der Mitte des verflossenen Jahr- 
hunderts durch Bottari den Namen von Rafaefs eigenem 
Bildniss. Zu dieser neuen Benennung glaubte sich jener 
Schriftsteller, der die Sucht hatte, überall ilngekannte Por- 
traite des grossen [lrbinaten aufzufinden, durch eine dop-
        

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