Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516088
Ilofae? s 
Geliebte. 
12.5 
mit Steinen besetzt. Mit der Rechten hält sie ein leichtes 
Gewand bis unter die Brüste; ihre Linke liegt in dem mit 
einem rothen Gewand bedeckten Schoos. Am linken Arm 
trägt sie einen goldnen Reif mit der Inschrift: RAPHAEL. 
VRBINAS. Blick und Ausdruck haben etwas jugendlich unbe- 
iangenes; die Ziige sind aber keinesweges sehr belebt und 
fein, die Nase ist selbst etwas breit. Der Behandlungs- 
weise nach, und in Erwägung der liebestruukenen Sonette, 
welche Rafael um das Jahr 1509 entwarf, glaube ich dic- 
ses Bildniss um diese Zeit, vielleicht mit seinem eigenen 
zugleich entstanden. Siehe I S. 224. 
Es gibt viele Wiederholungen dieses Portraits; das un- 
bezweifelte Original aber besitzt die Gallerie Burberini in 
Rom. Erwähnt wird es schon in dem Buch: Aedes Bar- 
berinae etc. Romae 1642 p. 153: Raphaelis tabula dimi- 
diatae foeminae, neque tamen divinum Raphaelis ingenium 
ex hujus imaginis inspectione omnino dignoscere possumus.  
Es war friiherhin durch Staub und Schmutz fast unkennt- 
lich geworden, seitdem es aber im Jahr 1820 Palmaroli 
mit Vorsicht gereinigt, ist des Bildes schönes Colorit und 
geistreiche Behandlungsweise ersichtlich worden. Die Car- 
nation ist überaus zart und blühend, nur die Schatten ha- 
ben einen etwas zu bräunlichen Ton. 
Kupferstiche: Domenico Czmego 1772 mit der Unter- 
Schrift: Raphaelis Amasia, vulgo La Fornarirla. kl. fol. für die 
Schola Italiana von Hamilton.  Franciscus Rastainz" 1778. 
Nachstich kl. fol.  Pietro Fontana. fol.  In einem Rund 1797 
8,  Suntach direxit. kl. fol.  Landon N. 159. 
Copien 
nach 
dem 
Gemälde. 
a) Im Palast Borghese in Rom. Sie ist etwas braun im 
Coloritunci wird dem Giulio Romano zugeschrieben. 
b) Im Palast Sciarra Colonna in Rom. Diese Copie kommt 
aus dem Hause Barberini und ist wie obige behandelt. 
c) Im Palast Albanz" in Rom. Auch sie stammt aus der 
Schule RafaePs. 
d) In der Villa Lante in einem Medaillon in Fresco gemalt. 
Gest. von Paolo Fidanza N. IX für seine Tetes choisies etc. 
Lebensgrösse in einem Oval.  Godefroy und Aubert im: R9-
        

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